Lage in Rumänien weiterhin bedrohlich 21 Menschen sterben bei Flut

Im Nordosten Rumäniens sterben bei Überschwemmungen mindestens 21 Menschen. Nach andauerndem heftigen Regen schwellen die Flüsse an, die Kanalisation der Städte quellen über. Nach Behördenangaben ist die Gefahr noch nicht vorüber.
Bei heftigen Regenfällen und Überschwemmungen im Nordosten Rumäniens sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte weitere mussten vor dem Hochwasser in Sicherheit gebracht werden. Der Chef des am schwersten betroffenen Bezirks Suceava, Gheorghe Flutur, sprach am Dienstag von "unvorstellbaren Schäden".
Die Regenstürme setzten in der vergangenen Woche ein. Sie verwandelten Bäche in reißende Flüsse, viele Dörfer wurden überschwemmt und mussten evakuiert werden. Straßen wurden zerstört, Schienen unterspült, in mehreren Orten fiel der Strom aus.
Die meisten Opfer wurden nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde von den Fluten mitgerissen und ertranken. Ein Bewohner stürzte vom Dach seines Hauses, auf das er sich geflüchtet hatte. Ein Mensch wurde noch vermisst.
Regen hält weiter an
In Suceava im Norden des Landes mussten hunderte Menschen vor den steigenden Fluten des Flusses Siret in Sicherheit gebracht werden. Sie wurden in Turnhallen und Schulen untergebracht. Im Bezirk Botosani an der Grenze zur Ukraine war vor allem die Stadt Dorohoi betroffen. Dort stand das Wasser zeitweise mehr als einen Meter hoch in den Straßen, einige Einwohner mussten sich vor den rasch steigenden Fluten auf die Bäume flüchten.
Rettungskräfte mussten rund 1700 Menschen aus ihren Häusern holen. Auch entlang der Donau waren die Menschen in Alarmbereitschaft. Ministerpräsident Emil Boc reiste in die Überschwemmungsgebiete. Laut dem Wetterdienst sollte der Regen noch bis mindestens Mittwoch anhalten.