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Hitze bremst Kartoffel-Wachstum: 40-Millimeter-Pommes drohen

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Donnerstag, 22. Juli 2010

Hitze bremst Kartoffel-Wachstum: 40-Millimeter-Pommes drohen

Die Hitze richtet so einigen Schaden an - und jetzt auch noch das: Sollte es nicht bald regnen, werden die Kartoffeln nicht lang genug, um für normale Pommes Frites herzuhalten. Der Deutsche Bauernverband befürchtet bereits das Schlimmste: Fritten, die nur vier Zentimeter lang sind.

Die tropische Hitze in Deutschland setzt nicht nur Mensch und Tier zu, auch eine der beliebtesten Speisen wird in Mitleidenschaft gezogen: Die Pommes Frites werden kürzer. Wegen der seit Juni anhaltenden Trockenheit könnten absehbar nicht genügend übergroße Kartoffeln für die Pommes-Industrie geerntet werden, erklärte Verena Telaar vom Deutschen Bauernverband (DBV) in Berlin. Da die Kartoffeln dieses Jahr im Schnitt kleiner seien, werde auch die durchschnittliche Pommes Frites kürzer.

Normalerweise verarbeiten Pommes-Produzenten nach DBV-Angaben Kartoffeln, die mindestens 55 Millimeter lang und 35 Millimeter breit sind. Daraus werden Pommes mit einer Länge von mindestens 50 Millimetern hergestellt. "Vielleicht kommen wir dieses Jahr auf 45 Millimeter, wenn noch Regen fällt", sagte Telaar. Bleibe der Regen aus, könnten die Industrie-Pommes auch nur 40 Millimeter lang werden.

Von den in Deutschland jedes Jahr geernteten elf Millionen Tonnen Kartoffeln wird knapp ein Viertel an die sogenannte Veredelungsindustrie geliefert. Ein Großteil davon wird zu Pommes verarbeitet. In Deutschland werden auf 265.000 Hektar Kartoffeln angebaut, die meisten in Niedersachsen.

rts

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