Donnerstag, 24. Juli 2008
Vergessen und nicht abgeholt: 400.000 Euro auf der Zugtoilette
Ein Unbekannter hat vor zwei Jahren auf einer Zugtoilette fast 400.000 Euro vergessen und sich seither nicht mehr nach dem Geld erkundigt. Ein Sprecher der Deutschen Bahn bestätigte einen Bericht des "Wiesbadener Kuriers".
Ein Rentner aus Wiesbaden hatte demnach im Oktober 2006 das Geld in einer Plastiktüte in einem ICE von Berlin nach Frankfurt entdeckt und abgegeben. Meldet sich bis zum Ablauf der dreijährigen Frist im Oktober 2009 niemand, gehen die 391.000 Euro und 9000 Dollar in den Besitz der Bahn über.
Der Wiesbadener soll lediglich einen Finderlohn von 6000 Euro erhalten. Der Bahnsprecher sagte, damit würden die gesetzlichen Bestimmungen erfüllt. Nach Paragraph 981 des Bürgerlichen Gesetzbuches fällt Geld, das in Bundes- oder Landesbehörden oder "Verkehrsanstalten" gefunden und abgegeben wurde, nach Ablauf der Drei-Jahres-Frist an diese Einrichtungen. Eine Aufstockung des Finderlohnes lehnte die Bahn dem Zeitungsbericht zufolge ab.
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