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Die Polizei riegelte die Schule zunächst ab.
Die Polizei riegelte die Schule zunächst ab.(Foto: REUTERS)

An chinesischer Schule: Angreifer verletzt zehn Kinder

Gerade sammeln sich die Kinder einer Schule im chinesischen Haikou, um für die Mittagspause nach Hause zu gehen. Da stürmt ein Mann auf sie zu. Er ist bewaffnet.

In einer chinesischen Schule hat ein Mann mehrere Kinder mit einem Messer angegriffen und zehn von ihnen verletzt. Die Schüler in Haikou auf der südlichen Insel Hainan hatten sich gerade aufgereiht, um für die Mittagspause nach Hause zu gehen, als der Mann mit dem Messer auf sie losging, wie die Nachrichtenagentur China News Service unter Berufung auf eine Augenzeugin meldete.

Die örtliche Polizei bestätigte den Vorfall und teilte mit, kein Kind sei getötet worden. Die Augenzeugin berichtete, sie habe mehrere Schüler mit blutüberströmten Gesichtern gesehen, deren Köpfe verbunden wurden. Dem Bericht zufolge wurden zwei Kinder schwer verletzt, aber keines schwebte in Lebensgefahr. Der Angreifer tötete sich Berichten zufolge nach der Tat selbst. Sein Motiv war zunächst unklar.

In den vergangenen Jahren nahm die Zahl der Gewalttaten in China zu. Studien bringen dies mit dem wachsenden Stress der Menschen angesichts eines schnelleren Lebensstils und eines schwindenden sozialen Zusammenhalts in Verbindung. Auch die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich wird als Ursache gesehen.

2014 hatte ein Mann in einer Schule, die seine Tochter nicht aufnehmen wollte, drei Kinder und einen Lehrer erstochen. 2013 tötete ein Mann vor einer Schule in Shanghai zwei Verwandte und elf andere Menschen, darunter sechs Kinder. Die chinesischen Behörden haben inzwischen Sicherheitsmaßnahmen an Schulen verstärkt.

Quelle: n-tv.de

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