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Donnerstag, 15. Mai 2014

Schwere Überschwemmungen: Ausnahmezustand in Serbien und Bosnien

Nach heftigem Regen rufen die Regierungen in Serbien und Bosnien den Ausnahmezustand aus. Weite Teile der Länder stehen unter Wasser, viele Straßen sind nicht mehr passierbar, Tausende Menschen ohne Strom. Und es soll noch weiter regnen.

Weite Teile der Stadt Doboj stehen unter Wasser.
Weite Teile der Stadt Doboj stehen unter Wasser.(Foto: REUTERS)

Tagelanger sintflutartiger Regen hat in Serbien und Bosnien zu schweren Überschwemmungen geführt. Die Regierung in Belgrad rief für mehrere besonders betroffene Regionen Katastrophenalarm aus, mindestens fünf Menschen kamen in den Fluten ums Leben. Tote wurden aus Umcari südöstlich der Hauptstadt, Lajkovac im Westen und Topola im Zentrum gemeldet. Mehr als 600 Menschen mussten im Westen und Südwesten Serbiens aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden. In Belgrad und 18 weiteren Städten sollen die Schulen bis Ende der Woche geschlossen bleiben.

In den vielen überschwemmten Regionen sollten die Menschen ihre Häuser nicht verlassen, empfahl Regierungschef Aleksandar Vucic in Belgrad. In den vergangenen 24 Stunden seien bis zu 120 Liter Regen je Quadratmeter gefallen, berichteten die Meteorologen. Es soll weiter sehr viel Regen geben.

Viele Straßen sind unpassierbar.
Viele Straßen sind unpassierbar.(Foto: REUTERS)

Die wichtigste Auto-Verkehrsachse, die Belgrad mit dem Südwesten des Landes und Montenegro verbindet, war wegen der Fluten und Bergrutschen streckenweise gesperrt. Auch der Bahnverkehr in Richtung Montenegro und Nis war unterbrochen. Die Armee kam obdachlos gewordenen Menschen zur Hilfe, nachdem es zwei Tage lang ununterbrochen geregnet hatte. Die serbische Regierung rief die EU und Russland zu Hilfen auf.

Auch Bosnien rief für mehrere Regionen Katastrophenalarm aus. Betroffen waren vor allem das Zentrum und der Nordosten des Landes. Dort waren die schlimmsten Regenfälle seit 120 Jahren niedergegangen und hatten mehrere Flüsse über die Ufer treten lassen. Die Hauptstadt Sarajevo wurde ebenso wie die Städte Zenica, Bijeljina und Tuzla in Mitleidenschaft gezogen. Hunderte Häuser wurden überschwemmt oder von der Außenwelt abgeschnitten. In Sarajevo waren rund 3500 Haushalte ohne Strom. Auf mehreren Straßen des Landes war der Verkehr unterbrochen.

Quelle: n-tv.de

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