Panorama
Die Fahrzeuge wurden während des Stehens weiter eingeschneit.
Die Fahrzeuge wurden während des Stehens weiter eingeschneit.(Foto: dpa)

70-Kilometer-Stau in Thüringen: Autofahrer sitzen in Kälte fest

Schnee, Minusgrade, nichts geht mehr auf der A 4: Von Hessen bis nach Gotha stauen sich die Autos nach einem Unfall. Erst nach Stunden kommt die Blechlawine ins Rollen.

Ein Sattelzug war auf schneeglatter Fahrbahn in die Leitplanke gerutscht. Danach ging nichts mehr.
Ein Sattelzug war auf schneeglatter Fahrbahn in die Leitplanke gerutscht. Danach ging nichts mehr.(Foto: dapd)

Bei frostigen Temperaturen haben Tausende Autofahrer in einem bis zu 70 Kilometer langen Megastau auf der A 4 in Thüringen ausharren müssen. Am frühen Montagmorgen waren zwischen Friedewald und Bad Hersfeld auf der hessischen Seite der Landesgrenze Lastwagen ins Schleudern gekommen. Sie konnten danach nicht mehr anfahren. Daraufhin blieb die Autobahn 4 nach Frankfurt/Main stundenlang gesperrt. Die Autos stauten sich zeitweise bis nach Gotha, wie ein Sprecher der Thüringer Autobahnpolizei sagte. Zudem wurden die Fahrzeuge weiter eingeschneit. Erst nach Stunden ging es langsam vorwärts.

Für die Autofahrer bedeutete der Stau langes Warten und Frieren. Den Angaben nach verteilten Helfer Decken, warme Getränke, Essen und Kraftstoff. Doch sei es teils schwierig gewesen, an die Autofahrer heranzukommen.

Das Technische Hilfswerk war mit 18 Helfern und 3 Fahrzeugen im Einsatz, um festgefahrene Wagen herauszuziehen. Erst gegen Abend war die Unfallstelle in Hessen wieder frei, so dass der Verkehr dort anrollte. Erst am späten Abend hatte sich der Stau aufgelöst.

Nach Angaben des Sprechers waren die Autos in Thüringen teils gegen die Fahrtrichtung von der Autobahn gelotst worden. In der Nacht zum Montag waren nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Thüringen bis zu 15 Zentimeter Neuschnee gefallen.

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen