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Der Mann war nach eigenen Angaben mit seinem Kind vor zwei Messerstechern auf den zugefrorenen Teich geflüchtet.
Der Mann war nach eigenen Angaben mit seinem Kind vor zwei Messerstechern auf den zugefrorenen Teich geflüchtet.(Foto: dpa)

Nach Einbruch in zugefrorenen Teich: Baby stirbt in Hamburger Krankenhaus

In Hamburg ziehen Rettungskräfte nach mehreren Versuchen einen jungen Mann aus einem Teich - zu spät merken sie, dass er seine drei Monate alte Tochter in einem Tuch bei sich trägt. Zwei Wochen kämpft das Mädchen um sein Leben. Vergeblich.

Zwei Wochen nach dem Einbrechen eines Babys mit seinem Vater in einen zugefrorenen Teich in Hamburg ist das Mädchen gestorben. Ein Polizeisprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Hamburger Abendblatts". Demnach starb das drei Monate alte Kind am frühen Montagabend im Krankenhaus. In einer Trauerbotschaft, die sie auf Facebook veröffentlichte, richtete die Mutter rührende Worte an ihr  Kind: "Du bist jetzt der hellste Stern am Himmel. Der schönste Engel, der über uns wacht."

Rettungskräfte hatten den 24 Jahre alten Vater des Mädchens vor zwei Wochen aus einem Teich im Hamburger Stadtteil Harburg gezogen. Erst nach mehreren Minuten war es ihnen gelungen, den bis zum Hals im Wasser stehenden Mann zu retten. Davon, dass er seine kleine Tochter die ganze Zeit in einem Tuch vor seiner Brust trug, hatte er den Einsatzkräften nichts gesagt. Das Mädchen sei minutenlang unter Wasser gewesen. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus hatten die Retter das Kind erfolgreich wiederbelebt. 

Keine Hinweise auf Täter

In einer Befragung hatte der Vater angegeben, er sei vor dem Sturz ins eiskalte Wasser von zwei Männern überfallen und mit einem Messer verletzt worden. Bei seiner Flucht war er in den zugefrorenen Teich eingebrochen. Nach Angaben der Polizei hatte der 24-Jährige tatsächlich Stichverletzungen am Körper. Dennoch gab es Zweifel an seiner Version der Geschichte - wohl, weil einige Rettungskräfte angaben, der Mann sei bei der Rettungsaktion nicht sonderlich kooperativ gewesen.

Dennoch gebe es bisher keine Hinweise darauf, dass sich der Vater die Stichverletzungen selbst zugefügt haben könnte. Die Tatwaffe war allerdings bereits vergangene Woche in einem angrenzenden Park gefunden worden. Von den beiden Tätern gibt es weiterhin keine Spur.  

Quelle: n-tv.de

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