Tote bei US-FestivalBetrunkener Fahrer rast in Menschenmenge

Tragödie beim "South by Southwest"-Festival in Austin im US-Bundestaat Texas: Auf der Flucht vor der Polizei rast ein betrunkener Autofahrer in eine Menschenmenge - zahlreiche Verletzte und mindestens zwei Tote sind die Folge.
Ein Autofahrer ist beim "South by Southwest"-Festival in Austin im US-Bundesstaat Texas mit seinem Wagen in eine Gruppe gerast und hat zwei Menschen getötet. Rund zwei Dutzend weitere wurden verletzt, berichtet der Sender CNN. Der betrunkene Fahrer sei auf der Flucht vor der Polizei gewesen. Mindestens 23 Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, darunter auch einige mit inneren Verletzungen. Der Mann wurde offenbar festgenommen, heißt es in Medienberichten.
Beamte hätten den Wagen zunächst stoppen wollen, sagte der Polizeichef von Austin. Der Fahrer sei dann mit hoher Geschwindigkeit geflüchtet und habe dabei mehrere Fußgänger verletzt. Bei den beiden Getöteten handele es sich laut dem Polizeichef um einen Mann und eine Frau. Augenzeugen berichteten im Internet, wie das Fahrzeug durch die Menge gerast und einige Opfer in die Luft geschleudert habe.
Eines der bedeutendsten Medien-Festivals
"Ich habe so etwas noch nie gesehen", sagte ein Festival-Besucher. "Ich war wegen der Musik hier. Wir hatten eine tolle Zeit und dann wurde es plötzlich zum Schlimmsten, was ich je gesehen habe."
"South by Southwest" ist eines der weltweit bedeutendsten Multimedia-Festivals. Zehntausende Technik-Freaks, Filmfans, Marketingleute und Musikbegeisterte kommen derzeit in der texanischen Metropole in den USA zusammen. Die zumeist jungen Leute hören dabei unter anderem Vorträge von Stars aus der Internetbranche und Popkultur. Am Montag etwa hatte der ehemalige Geheimdienst-Mitarbeiter Edward Snowden per Video-Übertragung zu den Festival-Besuchern gesprochen.
Von Bühnen auf Parkplätzen und den vollen Kneipen dröhnt den ganzen Tag Livemusik, vor den Kinos und Party gibt es lange Schlangen. Auch mehr als 100 deutsche Aussteller haben sich angesagt. Musikgrößen wie Coldplay, Lady Gaga und Pitbull treten in der Stadt auf. Die Veranstalter kündigten an, nach der Tragödie das restliche Programm etwas verändern zu wollen. So sollen in der Nähe der Unfallstelle vorerst keine Veranstaltungen mehr stattfinden. Die Straße beherbergt viele beliebte Konzertsäle und Kneipen und ist während des Festivals für Autos gesperrt.