Unglück in Belo HorizonteBrücke nahe dem WM-Stadion stürzt ein
Im WM-Austragungsort Belo Horizonte herrscht gerade Feierabendverkehr, als der Boden in der Nähe einer Schnellstraße zu wackeln beginnt. Doch es ist kein Erdbeben, das die brasilianische Stadt nachhaltig erschüttert.
Im brasilianischen WM-Ort Belo Horizonte kam es bei einer sich noch im Bau befindlichen Straßenbrücke zu einem Einsturz. Bei dem Unglück kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Nach Angaben der Feuerwehr soll es sich bei einem der Opfer um die Fahrerin eines Omnibusses, der teilweise von den tonnenschweren Betonteilen zerquetscht wurde, handeln. Rund 20 Menschen wurden zudem verletzt.
"Es war wie ein Erdbeben, der Boden hat gewaltig gewackelt", sagte ein Augenzeuge dem Fernsehsender Globo. "Ich hörte einen ohrenbetäubenden Lärm und sah die Brücke in sich zusammenstürzen."
Die Straßenüberführung war noch im Bau und sollte das Netz der Schnellbusspuren der Stadt erweitern. Die Brücke stürzte in Sekundenschnelle auf eine unter ihr liegenden, befahrene Straße. Auch zwei Baustellen-Lkw und ein Auto wurden unter den Trümmern begraben. Feuerwehr und Polizei waren mit Hubschraubern und zahlreichen Krankenwagen im Großeinsatz. Vordringlich sei nun die Suche nach möglichen weiteren Opfern, sagte ein Sprecher.
Belo Horizonte liegt im Südosten Brasiliens und ist einer der Austragungorte der Fußball-WM 2014. Fünf Spiele wurden bereits im "Estadio Mineirao" ausgetragen, darunter der Achtelfinalkrimi zwischen Brasilien und Chile. Im Falle eines Siegs gegen Frankreich würde auch die deutsche Nationalmannschaft ihr Halbfinale am 8. Juli in Belo Horizonte ausgetragen.
