Panorama
Ein Feuerwehrmann in Hildesheim.
Ein Feuerwehrmann in Hildesheim.(Foto: dpa)
Freitag, 28. Juli 2017

Uni Hildesheim unter Wasser: Dauerregen hinterlässt Millionenschaden

Bevor Tief "Alfred" nach Osten abzieht, setzt es an der Universität Hildesheim mehrere Institute unter Wasser. Die Aufräumarbeiten könnten noch mehrere Wochen dauern und den Studienbetrieb einschränken.

Das Hochwasser in Niedersachsen hat an der Universität Hildesheim einen Millionenschaden angerichtet und wird den Lehrbetrieb wohl noch im Wintersemester schwer belasten. "Es ist bitter", erklärte eine Hochschulsprecherin und berichtete von "massiven Schäden". Betroffen ist demnach der Kulturcampus in einer denkmalgeschützten Burganlage.

Video

"Die Institute stehen im Wasser", sagte die Sprecherin weiter. Uni-Beschäftigte hätten Stunden ohne Pause technische Geräte, Akten und Dokumente gesichert. "Solch eine Situation hatten wir seit dem Hochwasser 1946 nicht mehr." Man werde den Campus "für längere Zeit nicht nutzen können".

Der Sprecherin zufolge müssten Sonderveranstaltungen wie ein Theaterfestival und eine Tagung ausfallen. Im Oktober gehe das neue Semester los, erklärte sie - "wo und in welchem Umfang auf dem Kulturcampus ist zum jetzigen Zeitpunkt offen".

"Die Pegelstände fallen"

Obwohl Tief "Alfred", das den Dauerregen nach Hildesheim brachte, mittlerweile nach Osten abgezogen ist, können die Behörden noch keine Entwarnung geben. Die Wassermassen drückten weiter gegen die durchweichten Dämme. "Die Pegelstände fallen, aber leider nicht so rasch wie erwartet", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am frühen Freitagmorgen. An einer Stelle flickten Feuerwehrleute ein Leck, an einer anderen Stelle schwappe Wasser über den Damm.

"Das hat aber keine Auswirkung auf die Bevölkerung oder Wohngebäude, das Wasser floss hier einfach ins Grüne", erklärte der Sprecher weiter.

Auch in Braunschweig war die Lage in der Nacht noch angespannt. "Wir wissen nicht, wie viel Wasser noch kommt", sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Die in Braunschweig beobachteten Pegelstände der Flüsse Schunter und Mittelriede fielen, die der Oker blieben konstant.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen