Panorama
Mittwoch, 28. Oktober 2015

21-Jähriger im Koma: E-Zigarette explodiert im Mund eines Mannes

Rauchen kann töten. Das ist unbestritten. E-Zigaretten sind aber offenbar noch viel gefährlicher als gedacht, wie dieser Fall zeigt. Ein elektrischer Glimmstängel explodiert im Mund eines Mannes und zerfetzt ihm das Gesicht.

Eigentlich wollte Evan Spahlinger nur etwas gesünder leben und endlich mit der Qualmerei aufhören. Deshalb beschloss der 21-Jährige aus Florida, seinem Laster mit Hilfe von E-Zigaretten ein Ende zu setzen. Doch statt sich besserer Gesundheit zu erfreuen, liegt der junge US-Amerikaner mit schweren Verbrennungen seiner Lunge im Koma und ringt mit dem Tod. Möglicherweise handelte es sich bei der E-Zigarette nicht um ein handelsübliches Modell, sondern um eine von Spahlinger selbst modifizierte Version.

Was war passiert? Während Spahlinger eine E-Zigarette rauchte, explodierte diese plötzlich. Offenbar inhalierte der junge Mann einen Teil des elektronischen Glimmstängels und zog sich so Verletzungen in der Lunge zu.

Ema Richardson fand ihren Bruder nicht mehr ansprechbar am Boden liegend, nachdem sie eine Explosion gehört und den Geruch von Rauch wahrgenommen hatte. "Ich lag mit meinem zweijährigen Sohn im Bett, als ich eine Explosion hörte. Als ich meinen Bruder fand, waren sein Gesicht und sein Hals komplett verbrannt, er versuchte zu erbrechen und schnappte nach Luft", wird Richardson von lokalen Medien zitiert. "Es war die traumatischste Erfahrung meines Lebens." Bevor ihr Bruder das Bewusstsein verlor, richtete er den Angaben zufolge noch einige Worte an sie. Er werde nie mehr rauchen. "Das war's."

Zwei Millionen Dollar Entschädigung

Der 21-Jährige liegt nun schwer verletzt in einem Krankenhaus in Tampa (Florida) im Koma. Die Polizei ermittelt, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Experten vermuten, dass es ein Kurzschluss gewesen sein muss, der die Lithium-Batterie der E-Zigarette explodieren ließ.

Im März 2013 war es zu einem ähnlichen Fall gekommen. Weil ihre E-Zigarette explodiert war, bekam eine US-Amerikanerin zwei Millionen Dollar zugesprochen. Jennifer Ries aus Kalifornien war gerade im Auto und steckte das Gerät zum Laden an, als es explodierte und ihre Kleidung in Brand setzte. Ries trug Verbrennungen zweiten Grades an den Händen, den Oberschenkeln und dem Gesäß davon.

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Quelle: n-tv.de

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