Brände gelöschtEDF muss AKW zwangsabschalten
In Frankreich sind in dem Kernkraftwerk Penly 2 im Nordwesten des Landes zwei Brände ausgebrochen, die die Feuerwehr rasch löschen kann. Der Betreiber EDF fährt daraufhin die Anlage herunter und beteuert, dass es keine dramatischeren Schäden gebe.
Nach einem Feueralarm ist das Atomkraftwerk Penly 2 in Nordwestfrankreich abgeschaltet worden. In einem Reaktorgebäude des AKW sei Rauch ausgetreten, teilte der Betreiber, der Stromkonzern EDF, mit. Daraufhin seien die Sicherheitssysteme angesprungen und die Anlage gestoppt worden. Es sei niemand verletzt worden. "Das Ereignis hat auf die Umwelt keine Auswirkungen", hieß es. Die Feuerwehr habe zwei kleinere Brände gelöscht.
Auslaufendes Öl einer Pumpe im Kühlkreislauf habe sich gegen Mittag erhitzt, sagte eine Sprecherin. Die Folge seien kleinere Stichflammen gewesen. Alles sei gründlich inspiziert und den Aufsichtsbehörden mitgeteilt worden. In Penly ist neben dem bereits arbeitenden AKW auch ein neuer EPR-Druckwasserreaktor geplant. Penly liegt zwischen den Orten Dieppe und Le Tréport am Ärmelkanal.
Erst im September war in der südfranzösischen Atomanlage Marcoule ein Ofen in einer Verbrennungsanlage explodiert. Dabei war ein Arbeiter ums Leben gekommen, vier weitere wurden verletzt. Frankreich bezieht vier Fünftel seines Stroms aus Atomkraftwerken und hält auch nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima an der Kernkraft als Hauptenergiequelle fest. Die EU-Kommission bestand jedoch auf einem Stresstest.