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Straßenbau in China : Ein Haus wird Verkehrsinsel

Was macht eine Behörde im Osten Chinas, wenn ein Haus wegen standhafter Bewohner nicht abgerissen werden kann und damit der Bau einer mehrspurigen Straße zu scheitern droht? Sie findet eine ungewöhnliche Lösung.

Chinesische Behörden stehen nicht unbedingt in dem Ruf, bei Infrastrukturprojekten besonders viel Rücksicht auf die Interessen der Bevölkerung zu nehmen. Von daher ist es überraschend, dass das Haus, in dem Luo Baogen mit seiner Frau wohnt, nicht abgerissen worden ist.

Stand es doch einer mehrspurigen Straße im Weg, die in der chinesischen Provinz Zhejiang zum Bahnhof der Millionenstadt Wenling führt. Während ihre Nachbarn gegen die Zahlung einer Entschädigung auszogen, blieb das ältere Ehepaar standhaft. Die Summe sei zu gering, um eine neue Wohnung zu finden, klagen die beiden laut "China Daily". Auch als alle Häuser der Umgebung dem Erdboden gleichgemacht waren und der Bau der Straße begonnen hatte, zog das ältere Ehepaar nicht aus.

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Die Behörden zwangen die beiden letzten Bewohner zwar nicht zum Auszug, trafen aber eine harte Entscheidung: Die Straße wurde um das fünfstöckige Gebäude herum gebaut. Das Haus wurde zuvor so weit abgerissen wie möglich. Noch ist die Straße nicht für den Verkehr freigegeben, doch bald werden rund um die Uhr Autos an dem halbzerstörten Gebäude vorbeirasen.

Quelle: n-tv.de

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