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Attacken auf Menschen in Indien: Elefanten erobern Straße zurück

In Indien leben Zehntausende wilde Elefanten. Durch Besiedelung und Straßenbau wird deren Lebensraum immer weiter eingegrenzt. Bei Konflikten zwischen Tier und Mensch hat der Mensch meist das Nachsehen. Jetzt müssen erste Straßen nachts gesperrt werden.

Eine Herde wilder Elefanten wird von Dorfbewohnern in Schach gehalten.
Eine Herde wilder Elefanten wird von Dorfbewohnern in Schach gehalten.(Foto: dpa)

Im Norden Indiens darf eine Bundesstraße wegen Elefantenattacken nachts nicht mehr befahren werden. Herden von Dickhäutern übernähmen nach Einbruch der Dunkelheit die Straße und griffen Fahrzeuge an, teilten die Behörden des Landes mit. Deswegen seien Autos auf der Straße an der Grenze zum Rajaji Nationalpark von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang verbannt.

Da es in der Region oft neblig ist, seien die Elefanten für die Autofahrer auch schwer zu sehen, sagte Kumar. Die Polizei bat Fußgänger, morgens nicht auf der Straße spazieren zu gehen. Wütende Dickhäuter hätten auf dieser Straße in den vergangenen Jahren mehrere Fahrzeuge angegriffen und zehn Menschen getötet.

In Indien leben mehr als 26.000 wilde Elefanten. Wildtierexperten machen darauf aufmerksam, dass immer mehr Straßen die traditionellen Wege der Dickhäuter blockieren und die voranschreitende Besiedlung den Lebensraum der Tiere einengt. Nach Angaben der Elefanten-Einsatzgruppe der Regierung sterben jedes Jahr mindestens 400 Menschen und 100 Elefanten in Konflikten zwischen Mensch und Tier.

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Quelle: n-tv.de

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