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Die Feuerkugel ist bis nach Österreich zu sehen. Erwin Filimon/Sternwarte Gahberg,dpa.
Die Feuerkugel ist bis nach Österreich zu sehen. Erwin Filimon/Sternwarte Gahberg,dpa.(Foto: dpa)

Anrufer befürchtete Atom-Unfall: Entwarnung nach Feuerkugel über AKW

Eine besonders helle Sternschnuppe versetzt in der vergangenen Nacht viele Menschen in Süddeutschland in helle Aufregung. Besorgte Augenzeugen benachrichtigen die Polizei - und spekulieren gar über einen Zwischenfall im Atomkraftwerk.

Eine besonders helle Sternschnuppe hat in der vergangenen Nacht in Süddeutschland für Aufsehen gesorgt. Mehrere Augenzeugen aus Niederbayern alarmierten die Polizei wegen der Himmelserscheinung. Wie die Universitäts-Sternwarte in München berichtete, handelte es sich um einen Meteor, der von Bayern bis ins Saarland sichtbar gewesen sei.

Solch eine Feuerkugel könne häufig beobachtet werden und sei "kein besonderes Ereignis", sagte Keith Butler von der Sternwarte. Bei solchen Sternschnuppen handele sich um "sehr kleine Steinchen", die in die Erdatmosphäre eindringen und das Leuchten verursachen.

Polizei schickt Streife zum Atomkraftwerk

Da der Zeuge das Himmelsphänomen in der Nähe des Isar-Atomkraftwerks bei Landshut gesehen hatte, nahm die Polizei Kontakt zum Leitstand des Kraftwerks auf und schickte mehrere Streifenwagen los. "Verdächtiges in und um das Kraftwerk konnte allerdings nicht festgestellt werden", berichtete Polizeisprecher Klaus Pickel. Kurz darauf meldeten sich weitere Zeugen aus dem Landkreis Straubing-Bogen. Sie hatten "einen glühenden Flugkörper, der einen Schweif hinter sich her zog, gesehen", erklärte Pickel. Auch Polizeibeamte sahen den Meteor.

In Österreich wurde der Himmelskörper ebenfalls gesichtet. "Die automatische Meteoritenortungskamera auf der Sternwarte Gahberg hat diese extrem helle Feuerkugel aufgenommen", berichtete die Sternwarte im Salzkammergut und veröffentlichte das Bild im Internet. Butler vermutet, dass es wegen der besonderen Umstände viele Meldungen zu der Sternschnuppe gegeben habe. Es sei eine relativ klare Nacht gewesen. "Und es war zu einer Zeit, wo viele noch wach sind", meinte der Forscher.

Quelle: n-tv.de

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