Panorama

Amrumer FährunglückErmittler finden Unfallursache

05.06.2014, 15:27 Uhr
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Das Unglücks-Schiff rammte die Pier mit einer Geschwindigkeit von rund 7 Knoten (rund 13 km/h). (Foto: dpa)

Ein defektes Bauteil verursachte am Mittwoch den Unfall der "Adler-Express", bei dem mehrere Menschen zu Schaden kamen. Immerhin: Der Zustand mehrerer Opfer hat sich stabilisiert, alle Schwerverletzten sind außer Lebensgefahr.

Die Ermittler haben die Ursache für das Fährunglück auf Amrum gefunden: Demnach war ein defektes Bauteil daran schuld, dass das Schiff am Mittwoch auf den Anleger prallte. Bei dem Bauteil handelt es sich um den Joystick, mit dem die Antriebe gesteuert werden. Dieser habe falsche Signale gegeben.

Durch den Ausfall des Bauteils, das die Umsteuerung der Hauptmotoren bewirkt, konnte die Geschwindigkeit beim Anlegemanöver nicht reduziert werden. Das Schiff hatte laut Reederei eine Geschwindigkeit von 6 bis 7 Knoten, das entspricht 11 bis 13 Stundenkilometern.

Derweil teilte die Wasserschutzpolizei Husum mit, dass zwei Schwerverletzte des Unglücks mittlerweile außer Lebensgefahr seien. Insgesamt waren bei dem Unglück 27 Menschen verletzt worden - sechs von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht.

Unfall wird teuer für Schifffahrtsunternehmen

Die unverletzten Passagiere der "Adler-Express" wurden mit einem anderen Schiff zu ihren Zielorten gebracht, soweit sie nicht auf Amrum bleiben wollten. Der Sachschaden an der Fähre wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Die Reparaturzeit könnte nach Einschätzung einer Sprecherin eine Woche betragen.

Die Reederei sprach allen betroffenen Passagieren ihr Bedauern aus und entschuldigte sich für den Vorfall. Falls Passagiere Sach- oder Personenschäden geltend machen wollen, können sie sich mit der Reederei in Verbindung setzen, die Ansprüche prüfen will. Schifffahrtsunternehmen sind gegen derartige Unfälle versichert.

Quelle: ntv.de, dsi/dpa