Panorama

Wegen "Nuss-Affäre"Ex-Korean-Air-Managerin muss in U-Haft

30.12.2014, 21:47 Uhr
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Fernöstliche Tradition: Die Ex-Managerin Cho Hyun Anh entschuldigte sich in öffentlicher Demut für ihr Verhalten. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Tochter des Chefs von Korean Air missbraucht ihren Manager-Posten, um einen Flugabbruch zu erzwingen und einen unliebsamen Chefsteward von Bord zu schmeißen. Ein Gericht zeigt keine Gnade.

Wegen der "Nuss-Affäre" an Bord eines Flugzeugs muss eine Tochter des Chefs der südkoreanischen Gesellschaft Korean Air in Untersuchungshaft. Cho Hyun Anh war in Rage geraten, als ihr eine Flugbegleiterin Macadamia-Nüsse in einer Tüte und nicht in einem Schälchen reichte. Danach entbrannte ein derart heftiger Streit, dass das Flugzeug am 5. Dezember von der Startbahn wieder zur Rampe zurückfahren musste.

Ein Gericht in Seoul stellte einen Haftbefehl gegen die 40-jährige Cho aus. Angesichts der Bemühungen, ihre Verwicklung in dem Fall zu vertuschen, sei eine Verhaftung notwendig, zitierte die Nachrichtenagentur Yonhap den zuständigen Richter.

Die Ermittler werfen der Ex-Managerin der größten südkoreanischen Fluggesellschaft Verstöße gegen die Bestimmungen zur Flugsicherheit, Nötigung und Behinderung des Flugbetriebs vor. Außerdem sagte der betroffene Chefsteward aus, dass Airline-Angestellte mehrfach versucht hätten, ihn zur Lüge gegenüber den Behörden anzustiften.

Cho war angesichts der Kritik an ihrem Verhalten als Vizepräsidentin von Korean Air zurückgetreten. Sie soll unter anderem dem Bordpersonal gedroht, die Rückkehr des Flugzeugs zum Gate erzwungen sowie den Rauswurf des Chefstewards veranlasst haben.

Quelle: ntv.de, dka/dpa