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Ölbohrloch in Flammen: Explosion beunruhigt das Emsland

Alarm für Feuerwehr und Rettungskräfte im Raum Geeste: An einer Ölförderanlage gerät ein Bohrloch außer Kontrolle. Die Einsatzkräfte stehen vor einer schwierigen Aufgabe.

Bei einer Explosion an einem Ölbohrloch bei Geeste im Emsland haben vier Menschen schwere Brandverletzungen erlitten. Alle vier seien mit Hubschraubern in Spezialkliniken geflogen worden, teilte die Polizei mit.

Die Explosion habe sich am Abend aus noch ungeklärter Ursache bei Arbeiten an dem Bohrloch ereignet. Zu dem Unglück kam es gegen 19.10 Uhr. Wie lange die Löscharbeiten dauern, ist noch unklar. Mehrere Feuerwehren bekämpfen die Flammen.

Risiken der Erdölförderung: Im Emsland wird seit den 1940er-Jahren nach dem "Schwarzen Gold" gebohrt.
Risiken der Erdölförderung: Im Emsland wird seit den 1940er-Jahren nach dem "Schwarzen Gold" gebohrt.

Der Unglücksort liege nicht in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten. Offenbar befindet sich die Förderanlage inmitten von Feldern unweit eines Windparks. Noch am späten Abend schlugen Flammen aus dem Bohrloch.

Öl aus bundesdeutschem Boden

"Es wird noch Stunden dauern", sagte ein Polizeisprecher. Spezialisten des Bergbauamtes seien vor Ort. Mit den Ermittlungen zur Explosionsursache könnten die zuständigen Experten voraussichtlich erst am Morgen beginnen. Die Löscharbeiten stellen die Einsatzkräfte der Feuerwehr vor eine heikle Aufgabe: Nur zu leicht könnte mit Ölrückständen verunreinigtes Löschwasser in die umliegenden Gewässer gelangen.

In der Region nahe der niederländischen Grenze wird seit Jahrzehnten Mineralöl gefördert. Die Gemeinde Geeste trägt sogar einen Bohrturm im Wappenschild. "Der in der linken oberen Hälfte dargestellte Bohrturm soll die handwerkliche, gewerbliche und industrielle Aufwärtsentwicklung der Gemeinde nach 1945 symbolisieren und darauf hinweisen, dass auch heute noch in der Gemeinde Geeste (in Klein Hesepe, Dalum und Osterbrock-Bramberge) die Erdölwirtschaft eine nicht unerhebliche Bedeutung hat", heißt es in einer Selbstdarstellung der gut 11.000 Einwohner zählende Gemeinde.

Quelle: n-tv.de

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