Panorama

Lotse nicht daFlugzeug kann nicht landen

09.03.2010, 17:55 Uhr

Weil ein Lotse nicht mitbekommen hat, dass er arbeiten soll, muss ein Flugzeug statt in Leipzig-Altenburg zu landen, weiter nach Berlin fliegen.

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Der Flughafen Leipzig-Altenburg ist nicht rund um die Uhr besetzt. (Foto: picture alliance / ZB)

Weil ein Fluglotse des Flughafens Leipzig-Altenburg seine Schicht verpasst hatte, musste ein mit 180 Passagieren besetztes Flugzeug des Billigfliegers Ryanair nach Berlin ausweichen. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Geschäftsführer des örtlichen Towerbetreibers. Es habe "Unstimmigkeiten in der Dienstplangestaltung" gegeben.

Der während des Vorfalls am Sonntag zur Arbeit eingeteilte Mitarbeiter habe von seiner Schicht gar nichts gewusst und sei nicht erschienen, sagte er. Es habe sich um ein "menschliches Versagen" gehandelt, wie es in jedem Betrieb passieren könne.

Keine Antwort

Dem Zeitungsbericht zufolge waren die zwei Piloten der aus London kommenden Ryanair-Maschine abgedreht und weiter zu ihrem Ausweichflughafen Berlin-Schönefeld geflogen, als sie mit dem Tower des kleinen Airports in der Gemeinde Nobitz bei Leipzig keinen Funkkontakt herstellen konnten. Die beiden Flughäfen ergänzten sich laut internen Vorschriften der irischen Fluglinie als Ausweichziele, wenn es an einem von ihnen Schwierigkeiten mit der Abfertigung gibt.

Anders als an großen Flughäfen ist der Tower in Leipzig-Altenburg nicht rund um die Uhr besetzt. Die Luftüberwachung des kleinen Regionalflughafens, von dem aus Ryanair mehrmals pro Woche Billigflüge nach London, Alicante und Barcelona anbietet, wird nur für die einzelnen Abfertigungen in Betrieb genommen.