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Von den Nadel-Attacken ist keine bestimmte Supermarktkette betroffen.
Von den Nadel-Attacken ist keine bestimmte Supermarktkette betroffen.

Gefahr in Hack und Wurst : Frau spickt Supermarkt-Fleisch mit Nadeln

Ein ungewöhnliches und heimtückisches Verbrechen beschäftigt Schleswig-Holstein. Eine Frau versetzt dort anscheinend seit Monaten Fleischpackungen in Supermärkten mit Nähnadeln. Die Polizei bittet dringend um Mithilfe bei der Fahndung.

In Supermärkten im Osten Schleswig-Holsteins finden sich seit Oktober vergangenen Jahres häufiger Fleischpackungen mit hineingeschobenen Nähnadeln. Nachdem nun am vergangenen Montag in der Stadt Eutin nahe der Insel Fehmarn erneut Nadeln im Fleisch aufgetaucht waren, fahndet die Staatsanwaltschaft Lübeck zusammen mit der Kriminalpolizei mit Hilfe von Fotos nach einer tatverdächtigen Frau, wie eine Polizeisprecherin in Lübeck mitteilte.

Ermittelt werde nun wegen "gemeingefährlicher Vergiftung" in mehr als 20 Fällen, einer davon in Malente, die übrigen in Eutin. Gefunden wurden die Nadeln in Hackfleisch, Fleischstücken und auch in Würstchen. Eine Frau habe sich beim Verarbeiten von Hackfleisch leicht an der Hand verletzt, eine 17-Jährige habe beim Essen von gebratenem Hack gerade noch rechtzeitig vorm Herunterschlucken eine Nadel im Mund bemerkt, hieß es. Es sei keine bestimmte Supermarktkette betroffen. "Wir haben eine bunte Mischung", sagte die Sprecherin.

Die Fahndungsfotos einer Überwachungskamera vom vergangenen Montag zeigen eine dunkelhaarige Frau im Alter zwischen geschätzt 45 und 50 Jahren, die sich am vergangenen Montag in einem Verbrauchermarkt in Eutin aufhielt. Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, unter der Telefonnummer 0451-1310 mögliche Hinweise zu melden.

Quelle: n-tv.de

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