Panorama

Internationale KinderpornografieFünf Verdächtige in Deutschland

06.03.2008, 14:53 Uhr

Der von der australischen Polizei gesprengte Kinderpornographie-Ring hatte nach Ermittlungen des Bundeskriminalamtes mindestens fünf mutmaßliche Mitglieder in Deutschland.

Der von der australischen Polizei gesprengte Kinderpornographie-Ring hatte nach Ermittlungen des Bundeskriminalamtes mindestens fünf mutmaßliche Mitglieder in Deutschland. Die unter Verdacht stehenden Männer seien zwischen 22 und 66 Jahre alt, teilte das BKA mit. Sie stammen demnach aus Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg. Vier der Männer sind Deutsche, der fünfte ist Thailänder.

In den Wohnungen der Beschuldigten entdeckten die Ermittler den Angaben zufolge große Mengen an belastendem Material. Allein in einem Fall habe die sichergestellte Datenmenge annähernd drei Terabyte betragen, hieß es weiter.

Einer der fünf Verdächtigen wurde den Angaben zufolge vorübergehend festgenommen, als die Polizei am Freitag in einer weltweit koordinierten Aktion gegen den Ring vorging. Dabei habe es sich um den 66-Jährigen aus Baden-Württemberg gehandelt, sagte eine BKA-Sprecherin. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der Kreis der Verdächtigen noch erweitert. "In der Regel ist bei einer solchen Menge an Beweismaterial damit zu rechnen", sagte die Sprecherin.

Die Mitglieder des Rings produzierten und tauschten im Internet kinderpornografische Bilder, Videos und Texte aus. Eine Sondereinheit der australischen Polizei hatte die Ermittlungen koordiniert und war dem Ring seit Januar 2006 auf der Spur. Außer deutschen und amerikanischen waren auch britische und kanadische Dienststellen beteiligt. Den australischen Angaben zufolge wurden weltweit 22 Mitglieder des Rings und mehr als hundert Menschen festgenommen, die mit dem pornografischen Material Geschäfte machten.