Panorama

Genickbruch nach JubelsprungFußballer stirbt nach doppeltem Salto

20.10.2014, 10:53 Uhr
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Es passiert in der 62. Spielminute: Peter Biaksangzuala jubelt über seinen Ausgleichstreffer und stürzt auf den Hinterkopf. (Foto: Youtube)

Fünf Tage zwischen Hoffen und Bangen: Am Ende verliert der indische Fußballer Peter Biaksangzuala den Kampf um sein Leben - und erliegt seinen schweren Rückenmarksverletzungen.

Das tragische Unglück in der indischen Fußball-Liga ereignete sich bereits in der vergangenen Woche. Beim Spiel zwischen dem FC Bethlehem Vengthlang gegen den Chanmari West FC trifft der indische Mittelfeldspieler Peter Biaksangzuala für Bethlehem. Nach einem Freistoß aus gut 30 Metern schiebt er das runde Leder per Abstauber zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich über die Torlinie.

Der 23-jährige will seinen Treffer in bester Miro-Klose-Manier zelebrieren. Doch seine ausgelassene Freude wird ihm zum Verhängnis. In seiner Euphorie setzte er zu einem Salto an und stürzt beim zweiten Sprung schwer auf seinen Hinterkopf. Biaksangzuala bleibt verletzt liegen.

Seine Mitspieler eilen sofort zu ihm und rufen Hilfe. Biaksangzuala wird umgehend ins Krankenhaus eingeliefert, die Ärzte diagnostizieren schwere Rückenmarksverletzungen.

Nach fünf Tagen zwischen Hoffen und Bangen erlag Biaksangzuala schließlich am Sonntag seinen Verletzungen. "Sein Tod ist wirklich sehr schockierend für uns alle", sagt Lalnghinglova Hmar vom lokalen Fußballverband dem Internetportal "Goal.com". Sein Shirt mit der Nummer 21 werde bei Bethlehem Vengthlang künftig nicht mehr vergeben.

Das Spiel wurde trotz des Zwischenfalls fortgesetzt. Am Ende verlor Bethlehem mit 2:3. Beide Teams spielen in der höchsten Liga der Region Mizoram.

In Indien ist erst vor kurzem die sogenannte "Summer League" gestartet. In der Spielklasse, die quasi außerhalb des regulären Liga-Betriebs angesiedelt ist, kicken zahlreiche Altstars aus Europa, unter anderem Manuel Friedrich, David Trezeguet und Alessandro del Piero. Mit der "Summer League" soll Fußball, der in Indien in der Zuschauergunst noch immer weit hinter Cricket zurückliegt, populärer gemacht werden.

Quelle: ntv.de, dsi/sid