Panorama

Intelligenz eines KindesGeorgia richtet Schwarzen hin

13.04.2016, 07:37 Uhr
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Kenneth Fults wurde in Georgia hingerichtet. (Foto: AP)

Vor 20 Jahren tötet ein Schwarzer in den USA eine 19-Jährige. Er wird zum Tode verurteilt. Jahre später äußert sich ein Geschworener rassistisch über den Verurteilten. Doch dies und andere Einwände der Anwälte können die Hinrichtung nicht verzögern.

Wenige Stunden nach der Ablehnung eines Gnadengesuchs ist ein wegen Mordes zum Tode verurteilter Schwarzer im US-Bundesstaat Georgia hingerichtet worden. Wie die Strafvollzugsbehörde mitteilte, wurde Kenneth Fults mit einer Giftinjektion getötet. Seine Anwälte und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatten bis zuletzt versucht, dies zu verhindern.

Der heute 47-jährige Kenneth Fults hatte sich schuldig bekannt, 1996 eine 19-jährige Weiße durch Schüsse in den Hinterkopf getötet zu haben. Acht Jahre nach seinem Prozess gab einer der weißen Geschworenen eine eidesstattliche Erklärung ab, wonach er sich für die Todesstrafe aussprach, weil es "das ist, was der Nigger verdient".

Fults Anwälte verwiesen in ihrer Eingabe darauf und erklärten zudem, dass ihr Mandant über den Intelligenzquotienten eines Kindes verfüge und während seiner Kindheit vernachlässigt und verlassen wurde. Die Anwälte wandten sich mit einem letzten Gesuch an den Obersten Gerichtshof der USA, der dieses aber ablehnte.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP

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