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Meterhoch stehen die Gräser vor einer Hausfront.
Meterhoch stehen die Gräser vor einer Hausfront.(Foto: Twitter/Graham Penrose)

Bizarre Pflanzenpest in Australien: Gräserdecke verschluckt komplette Stadt

Die gelblichen Gräser sehen aus wie dünne Haare und sind in Australien ein echtes Problem. Die Pflanzen wachsen so schnell, dass Besitzer oft stundenlang rupfen und schneiden müssen, um bis zu ihrer Haustür vorzudringen.

Es sieht aus wie am Set eines Science-Fiction- oder Horrorfilms: Wild wuchernde Pflanzen, hinter denen ganze Häuser verschwinden. Die australische Stadt Wangaratta kämpft dieser Tage gegen eine Pflanzenpest, die sich schon im Dezember abzeichnete.

Auslöser ist eine hirsenartiges Gras, wissenschaftlich Panicum effusum genannt, aus der Familie der Süßgräser. Es lässt Vorgärten und Einfahrten aussehen, als sei ihnen ein riesiger Bart gewachsen. Mehrere Wetter- und Klimafaktoren müssten in diesem Jahr zusammengekommen sein, um zu einer derartigen Explosion zu führen.

Einwohner Wangarattas, einer Stadt 250 Kilometer nordöstlich von Melbourne, müssen mitunter stundenlang schneiden und rupfen, um ihre Hauseingänge freizulegen. "Es ist ein ziemlich großes Problem", sagte Stadtvertreter Rod Roscholler. Ein Anwohner habe berichtet, dass er morgens nicht mehr die Hintertür seines Hauses öffnen konnte. Bei anderen Einwohnern sei die ganze Hausfront zugewuchert, bei einigen der Garten.

Für die Einwohner der Region ist die haarige Angelegenheit nichts Neues: Die gelblichen Pflanzen, die wie dünnes Haar aussehen, vermehren sich während heißer Sommer. Ihre Samen werden durch Wind in rasantem Tempo verbreitet.

Quelle: n-tv.de

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