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Mittwoch, 25. März 2015

Schulbetrieb wieder aufgenommen: Halterner Gymnasium trauert um Mitschüler

Das westfälische Haltern steht nach dem Germanwings-Unglück unter Schock. Das Joseph-König-Gymnasium nimmt den Schulbetrieb wieder auf, doch die Gedanken sind bei den Schülern und Lehrerinnen, die bei dem Flugzeugabsturz ums Leben kamen.

Am Tag nach dem Absturz des Germanwings-Flugzeugs mit einer Schülergruppe aus dem westfälischen Haltern sind am Morgen die ersten Schüler und Lehrer am Joseph-König-Gymnasium eingetroffen. Nach bisherigen Informationen waren 16 Mitschüler und zwei Lehrerinnen der Schule an Bord der Unglücksmaschine, die über den französischen Alpen abgestürzt ist.

Seit dem Abend wurden auf der Schultreppe immer mehr Kerzen angezündet. Auch am Morgen nach dem Absturz erinnert ein Lichtermeer an die Unglücksopfer. Ein Schild mit der Aufschrift "Gestern waren wir viele. Heute sind wir allein" steht auf dem Schulhof an eine Tischtennisplatte gelehnt.

Nach Bekanntwerden des Unglücks war der Unterricht zunächst abgesagt worden. Nun ist die Schule aber wieder geöffnet. "Hier herrscht ein Schockzustand", sagte ein Polizist am Morgen. Es werde Gelegenheit geben, über das Schreckliche zu sprechen, hatte Bürgermeister Bodo Klimpel angekündigt.

Ein Notfallseelsorger der evangelischen Kirche sagte, dass Seelsorger und Psychologen im Einsatz seien und die Schüler und Lehrer in die Klassen begleiten würden. Zudem will Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann das Gymnasium im Laufe des Tages besuchen und dort ihr Mitgefühl bekunden.

In dem abgestürzten Germanwings-Airbus saßen nach bisherigen Informationen insgesamt 67 Deutsche. Bei der Schülergruppe aus Haltern handelte es sich um Austauschschüler eines Spanischkurses der zehnten Klasse. Neben den deutschen Opfern waren auch Passagiere aus Spanien, Großbritannien, Dänemark, Australien, Israel, Mexiko, Kolumbien, Argentinien und Japan an Bord.

Quelle: n-tv.de

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