Panorama

Zu viel RegenHang auf Rügen rutscht ab

17.08.2010, 18:51 Uhr
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Blick auf den Hafen von Lohme mit dem darüber befindlichen gesperrten Hang des Abbruchgebietes (Archivfoto vom Juli 2009). (Foto: dpa)

Oberhalb des kleinen Hafens in Lohme auf der Ostseeinsel Rügen bricht nach heftigen Niederschlägen ein Teil eines Hanges ab.

Ein Jahr nach der Sicherung eines instabilen Küstenhanges in Lohme auf Rügen ist dort nach heftigen Niederschlägen erneut Erde ins Rutschen gekommen. Wie Bürgermeister Matthias Ogilvie jetzt mitteilte, waren am Samstag auf einer Fläche von rund 50 Quadratmetern mehrere Kubikmeter Erde abgegangen. "Es handelt sich um oberflächliche Erosionen", erklärte der Gemeindechef. Die Messeinrichtungen, die die Bewegungen im Hanginneren kontrollieren, hätten nicht angeschlagen. Die Treppe zum Hafen sei aber vorsorglich gesperrt worden.

Ursache des aktuellen Erdrutsches seien heftige Regenfälle von 205 Litern pro Quadratmeter im Laufe der vergangenen Woche gewesen. "Damit ging in einer Woche ein Drittel der durchschnittlichen Jahresregenmenge über Lohme nieder", sagte Ogilvie. Vor fünf Jahren war an einem Nachbarhang ein rund 120 Meter langes und 40 Meter breites Stück Steilküste in die Tiefe gestürzt.

Ende Juli – mitten im trockenen Hochsommer - war an der vielbesuchten Kreideküste der Insel 200 bis 300 Tonnen Kreide und Mergel in die Tiefe gestürzt. Eine unterirdische Wasserquelle könnte den Abbruch forciert haben.

Quelle: dpa