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Ein kurzes Bad im Chiemsee? Keine Mutprobe bei 18 Grad.
Ein kurzes Bad im Chiemsee? Keine Mutprobe bei 18 Grad.(Foto: dpa)

20,7 Grad in München: Heiße statt weiße Weihnacht

Der heilige Abend 2012 hat einen Rekord geknackt: Er ist warm wie nie zuvor. Zumindest in München wird die höchste Temperatur aller Zeiten gemessen. Es reicht sogar für ein kurzes mediterranes Flair. Unterdessen sorgt das Tauwetter für eine Erhöhung der Pegelstände der deutschen Flüsse.

Mit fast sommerlichen 20,7 Grad ist am Montag in München ein deutschlandweiter Temperatur-Rekord für einen Heiligabend seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erreicht worden. Der Wert wurde an einer Station an der Universität in der Innenstadt gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Unmittelbar zuvor hatte Freiburg mit 18,5 Grad einen neuen deutschlandweiten Rekord aufgestellt. Bis dahin hatten Baden-Baden sowie das badische Müllheim den Rekord gehalten. Dort waren 1983 jeweils 17,8 Grad an einem Heiligabend erreicht worden.

Schon am Mittag waren die Temperaturen in ganz Bayern rasch gestiegen. Dabei war mit 15,9 Grad eine erste Münchner Rekordmarke für einen Heiligabend gemessen worden. Die bisherige Höchsttemperatur für einen 24. Dezember in München war mit 14,5 Grad im Jahr 1977 erreicht worden.

Cafés gut besucht

Zehntausende Menschen nutzen in Bayerns Landeshauptstadt das frühlingshafte Wetter, um letzte Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Die Straßencafés waren gut besucht und Cabriofahrer drehten ihre Runden mit offenem Verdeck, Restaurantbetreiber stellten Stühle und Tische raus und im Englischen Garten war auf den Bänken am Seehaus kaum noch ein freier Platz in der Sonne zu ergattern.

Der Rhein schwillt bereits an.
Der Rhein schwillt bereits an.(Foto: dpa)

Tauwetter und Regenfälle lassen unterdessen die Flüsse im Süden und Westen Deutschlands anschwellen. Der Oberrhein musste zwischen Iffezheim und Mannheim auf einer Länge von rund 60 Kilometern gesperrt werden. Um Mitternacht hatte der Fluss den kritischen Pegelstand von 7,50 Meter in Maxau bei Karlsruhe überschritten, teilte die Wasserschutzpolizei in Baden-Württemberg mit. Vor dem Stadthafen in Karlsruhe schlossen die Behörden als weitere Schutzmaßnahme ein Hafentor, das den Anstieg des Wassers im Stadtbereich verhindern soll. Der Pegelstand des Neckars blieb stabil.

In Rheinland-Pfalz führten Mosel und andere Flüsse viel Wasser. Allerdings erwarteten die Hochwassermeldezentren in Mainz und Trier wieder fallende Pegelstände, da es nicht mehr regnen sollte. In den meisten anderen Bereichen des Rheins in Rheinland-Pfalz galten Geschwindigkeitsbeschränkungen für Schiffe. Unklar blieb die Lage am Mittelrhein, da Nebenflüsse wie Nahe, Lahn und Mosel noch einmal viel Wasser mit sich führen.

Am Niederrhein bereiteten sich Köln und Düsseldorf auf das Rhein-Hochwasser vor. Beide Städte meldeten weiter steigende Pegelstände. Hochwasserschützer sehen vorerst jedoch keine Gefahr. In Köln stand das Wasser am Pegel um 11 Uhr bei 7,40 Meter. Schutzmaßnahmen für einen Pegelstand von 9,00 Metern seien ergriffen oder vorbereitet, sagte ein Mitarbeiter der Hochwasserschutzzentrale.

Im langjährigen Mittel liegt der Wasserstand des Rheins bei Köln bei einer Marke von 3,21 Meter. Schiffe durften nur noch langsam und in Flussmitte fahren. In Düsseldorf wurden die Altstadt und der Ortsteil Hamm geschützt.

Quelle: n-tv.de

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