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In der Antarktis arbeiten über 30 Nationen auf Forschungsstationen.
In der Antarktis arbeiten über 30 Nationen auf Forschungsstationen.(Foto: picture alliance / dpa)

Unberechenbare Antarktis: Helikopterpilot stürzt in Eis-Spalte

Es ist kein ungefährlicher Arbeitsplatz. In der Antarktis transportiert ein Hubschrauberpilot Treibstoff-Fässer. Er landet sicher, doch plötzlich gibt das Eis unter dem Fluggerät nach. Sein Kollege muss den Piloten allein zurücklassen, um Hilfe zu holen.

Ein Hubschrauberpilot ist nach der Landung in der Antarktis am Südpol zwanzig Meter in eine Eis-Spalte gestürzt und schwer verletzt worden. Zu dem Sturz kam es, als er aus seinem Hubschrauber stieg. Der Pilot hatte mit einem Kollegen, der einen zweiten Hubschrauber steuerte, Treibstoff-Fässer zu einem Depot rund 170 Kilometer nördlich der Davis-Station transportiert. Sein Kollege konnte ihn alleine nicht retten. Er sei 45 Minuten zurück zu der Station geflogen und habe Alarm geschlagen.

Der Direktor der Australian Antarctiv Division Nick Gales sagte, der Pilot sei etwa drei Stunden in der Eis-Spalte gewesen. "In der Antarktis zu arbeiten ist gefährlich. Gerade diese Gegend ist besonders abgeschieden. Drei Spezialkräfte waren nötig, um den Piloten aus der Eis-Spalte des West Ice Shelfs zu befreien."

Der lebensgefährlich verletzte Pilot wird auf der Davis Station behandelt. "Er bekommt die bestmögliche Versorgung. Momentan müssen wir herausfinden, was wir in Bezug auf die Bereitstellung zusätzlicher medizinischer Unterstützung für die flugmedizinische Evakuierung tun müssen, sagte ein Sprecher des Krankenhauses." Er versicherte, die medizinische Einrichtung der Davis Station, habe umfangreiche medizinische Geräte für eine Vielzahl von Bedingungen.

Kooperation in der Antarktis

Bei Vorfällen wie diesen in der Antarktis, arbeiten die verschiedenen nationalen Antarktisprogramme zusammen, um zu bestimmen, wer am besten in der Lage ist, zu helfen. Mehrere Länder in der Region sind kontaktiert worden. Momentan wird eine Start-und Landebahn in der Nähe für eine Evakuierung des Piloten vorbereitet.

Davis ist der südlichste der drei australischen Antarktis-Stationen, zu denen auch Casey und Mawson gehören. Über 30 Nationen arbeiten auf Forschungsstationen in der Antarktis. Darunter die USA, Russland, Australien, Großbritannien, Frankreich und Argentinien.

Quelle: n-tv.de

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