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"Herr Kaiser" wurde zum Synonym.
"Herr Kaiser" wurde zum Synonym.(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Schlechte Altersvorsorge: "Herr Kaiser" ist total verarmt

Der "Herr Kaiser" war ein ganz Guter. Immer ein prima Versicherungsangebot in der Tasche, smart und nett. Ihm konnte man sein Leben anvertrauen - das transportierte über Jahrzehnte die Werbung der Hamburg-Mannheimer. Der erste "Herr Kaiser" ist arm heute. Und bedauert.

Wenn es auf freundlichen Hausfrauenkehlen "Hallo, Her Kaiser!" über den Garagenhof schallte, wusste ein jeder: Da ist der sympathische, glaubwürdige Versicherungsmann der "Hamburg-Mannheimer". Er ist unterwegs, um etwas Gutes zu tun: Etwa, seinen Kunden den steinigen Weg hin zu einer perfekten Altersvorsorge zu ebnen. "Gut, dass ich Sie treffe", sagte Günter Kaiser stets. Und das stimmte natürlich.

Von 1972 bis 1990 spielte Günter Geiermann die geleckte Makler-Ikone, die sich problemlos in eine Reihe mit Spülmittelfrau Tilly und Käsefrau Antje aus Holland stellen kann. Doch was Herr Kaiser konnte, hat Geiermann nicht geschafft: die Vorsorge fürs Alter.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung ist Geiermann pleite. Oder zumindest schwer verarmt. Er lebt auf 20 Quadratmetern in München und bezieht rund 700 Euro Rente. Zu seinen besten Zeiten, so der 73-Jährige gegenüber dem Blatt, verdiente er rund 30.000 Mark im Monat. Da wäre Raum gewesen für mehr.

Doch Geiermann war spendabel: "Ich habe großzügig Geld an Bekannte gegeben und mich leider nie ausreichend versichert", gibt er sich zerknirscht. Und der "Herr Kaiser" sei ein Fehler gewesen: "Die Werbung hat meiner Schauspielkarriere geschadet, mein Gesicht verbrannt." Die Werbung sei "ein großer Fluch", so Geiermann. "Ich wünschte, ich hätte mein Leben rechtzeitig ändern können."

Quelle: n-tv.de

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