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"Kot & Köter" macht keinen Hehl daraus, dass die Autoren etwas gegen Hunde und ihre Halter haben.
"Kot & Köter" macht keinen Hehl daraus, dass die Autoren etwas gegen Hunde und ihre Halter haben.(Foto: picture alliance / dpa)

"Kot & Köter" will Mythos bekämpfen: Hundehasser-Zeitschrift kommt auf den Markt

Für die einen ist es ein Angriff auf unschuldige Tiere, für die anderen ein längst überfälliges Organ für Hundekotopfer: Mit "Kot & Köter" geht Deutschlands erste Hundehasser-Zeitschrift an den Start. Sie will mit dem Mythos vom "besten Freund des Menschen" aufräumen.

Bereits seit über 20 Jahren trägt sich der Hamburger Journalist Wulf Beleites mit der Idee, eine Zeitschrift für Hunde-Hasser auf den Markt zu bringen. Nun ist es so weit: Die erste Ausgabe von "Kot & Köter" steht zum Verkauf, wie Beleites auf der Website des Projektes mitteilte. Per Crowdfunding hatte er im Internet Geld bei Unterstützern gesammelt - und das mit Erfolg. " Die Nullnummer liegt jetzt vor, der Versand an die Unterstützer und Abonnenten ist fast abgeschlossen", heißt es auf der Seite.

1992 hatte Beleites sich den Titel schützen lassen, war aber nach der Ankündigung einer Anti-Hunde-Publikation auf heftigen Widerstand gestoßen. Unter anderem warfen ihm Kritiker - wenn wohl auch etwas satirisch - vor, in seinem Heft Rezepte für das Kochen von Vierbeinern unterbringen zu wollen. Andererseits meldeten sich aber auch sogleich viele Fürsprecher beim Herausgeber und überschütteten ihn mit Leserpost. Darin ging es meist um unangenehme Erlebnisse mit Hunden aus der Nachbarschaft.

An diesem Freitag will Beleites in Hamburg sein Printprodukt vorstellen. Die Programmatik von "Kot & Köter" sei sehr einfach. Die Zeitschrift mache keinen Hehl daraus, dass die Autoren eindeutig etwas gegen die Vierbeiner und ihre Halter haben. "'Kot & Köter' versteht sich dabei jedoch nicht als engagiertes Zentralorgan aufgebrachter 'Elterninitiativen gegen Hundehäufchen auf Kinderspielplätzen', sondern als unsentimentale und intelligente Abrechnung mit dem Mythos vom besten Freund des Menschen", so die Erklärung des Konzeptes. Der Tenor sei dabei nicht anklagend und betroffen, sondern "aggressiv, witzig und pseudoernst."  

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Quelle: n-tv.de

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