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Wer kann deckt sich inzwischen im benachbarten Kolumbien mit Lebensmitteln ein.
Wer kann deckt sich inzwischen im benachbarten Kolumbien mit Lebensmitteln ein.(Foto: REUTERS)

Versorgungskrise in Venezuela: Hungernde schlachten Pferd im Zoo

Der niedrige Ölpreis und schwere Fehler der Regierung verursachen in Venezuela eine schwere Wirtschafts- und Versorgungskrise. Inzwischen ist der Hunger in der Hauptstadt Caracas anscheinend so groß, dass einige Bewohner ihn im Zoo stillen.

Im sozialistischen Venezuela sind vermutlich wegen des gravierenden Nahrungsmittelmangels möglicherweise auch die Tiere des Zoos in der Hauptstadt Caracas nicht mehr sicher. Im Zoo Caricuao haben Mitarbeiter ein zerstückeltes Pferd gefunden. Bisher unbekannte Täter hätten einen Zaun durchbrochen, das Pferd getötet und Fleisch entnommen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Neben den Menschen in Venezuela leiden auch die Zootiere unter der schlechten Versorgung. Die Gewerkschaftsvertreterin der Zoomitarbeiter, Marlene Sifontes, hatte bereits wenige Tage zuvor kritisiert, dass die Tiere im 630 Hektar großen Zoopark zu wenig Nahrung bekommen. Im letzten Halbjahr seien 50 Tiere an Hunger gestorben. Umweltminister Ernesto Paiva stritt ab, dass die Tiere unterernährt seien.

Selbst in Hochburgen der Sozialisten wächst wegen der Nahrungsmittelnot der Widerstand gegen Präsident Nicolás Maduro. In dem Land mit den größten Ölreserven der Welt fehlen Lebensmittel, den Krankenhäusern gehen die Medikamente aus. Grund sind eine tiefe Rezession, die höchste Inflation der Welt und ein Devisenmangel, um Waren einführen zu können.

Quelle: n-tv.de

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