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Welche Ausmaße ein Hurrikan annehmen kann, zeigt diese Aufnahme aus dem All von Hurrikan "Patricia" im vergangenen Oktober.
Welche Ausmaße ein Hurrikan annehmen kann, zeigt diese Aufnahme aus dem All von Hurrikan "Patricia" im vergangenen Oktober.(Foto: picture alliance / dpa)

Wintersturm "Alex" tobt: Hurrikan über Atlantik überrascht Experten

Im Meer vor Europa bestaunen Meteorologen ein außergewöhnliches Wetterphänomen: Unerwartet früh braut sich dort der erste Atlantik-Hurrikan des Jahres zusammen. Schon jetzt verfügt der riesige Wolkenwirbel über bedrohliche Stärke.

Südlich der Azoren: Hurrikan "Alex" auf der Karte des "National Hurricane Center" (NCA).
Südlich der Azoren: Hurrikan "Alex" auf der Karte des "National Hurricane Center" (NCA).(Foto: nhc.noaa.gov)

Erstmals seit fast 80 Jahren hat sich im Januar über dem Atlantik ein Hurrikan gebildet. Das Nationale Hurrikanzentrum der USA teilte mit, dass sich der Wirbelsturm "Alex" mit Windgeschwindigkeiten von 140 Kilometern pro Stunde auf die zu Portugal gehörenden Azoren zubewege.

Zuletzt hatte es den Angaben zufolge 1938 im Atlantik einen Januar-Hurrikan gegeben. Die US-Meteorologen sagten wegen "Alex" heftige Regenfälle auf den Azoren voraus und warnten vor Erdrutschen und Überflutungen. Binnen 48 Stunden werde der Hurrikan sich dann abschwächen, hofften die Sturmexperten der US-Wetterbehörde.

Schwächer als "Patricia"

Wie genau sich der Wintersturm auf die europäische Wetterlage auswirken wird, ist noch unklar. Mit den vorherrschenden Westwinden könnten die Ausläufer des mächtigen Tiefdrucksystems das Festland theoretisch auf einer Breite von Portugal und Spanien im Süden bis Irland im Norden erreichen.

Welche Schäden durch heftige Starkwinde und ergiebige Regenfälle entstehen könnte, hatte ein ungewöhnlich starkes Sturmtief namens "Patricia" im vergangenen Oktober gezeigt. Der Hurrikan hatte ausgedehnte Verwüstungen hinterlassen, die vom Südwesten der USA bis weit nach Mexiko reichten.

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Quelle: n-tv.de

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