Panorama
Der Norden Malis fiel im Frühjahr 2012 in die Hände von Dschihadisten. Seitdem ist die Sicherheitslage angespannt.
Der Norden Malis fiel im Frühjahr 2012 in die Hände von Dschihadisten. Seitdem ist die Sicherheitslage angespannt.(Foto: picture alliance / dpa)

Zum zweiten Mal entführt: Islamisten verschleppen Schweizerin in Mali

Die Sicherheitslage im westafrikanischen Mali bleibt angespannt. Immer wieder kommt es zu Entführungen durch Islamisten. Diesmal ist das Opfer eine Schweizerin. Schon einmal war sie in die Fänge von Dschihadisten geraten.

In Mali ist eine Schweizerin von Unbekannten entführt worden. Die seit mehreren Jahren in dem Land lebende Frau sei in der Nacht zum Freitag von Bewaffneten aus ihrem Haus in Timbuktu verschleppt worden, sagte ein Vertreter des Gouverneursamtes von Timbuktu. Sicherheitskreise bestätigten die Angaben. Die Frau arbeitet in der Region laut "Neuer Zürcher Zeitung" seit Jahren als Missionärin.

Die Frau war bereits im April 2012 ein erstes Mal von Islamisten verschleppt worden. Nach Vermittlungen durch die Regierung von Burkina Faso wurde sie freigelassen. Laut "NZZ" war eine der Bedingungen, dass in der Region fortan nicht mehr missioniere. Zwei im Jahr 2011 in Timbuktu von der Islamistenorganisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (Aqmi) entführte Ausländer, ein Südafrikaner und ein Schwede, sind dagegen bis heute in Gefangenschaft.

Der Norden Malis war im Frühjahr 2012 in die Hände von Dschihadistengruppen gefallen. Französische Streitkräfte hatten Anfang 2013 eine Offensive gegen Islamisten und Rebellen im Norden des westafrikanischen Krisenstaats gestartet. Deren Vormarsch Richtung Süden wurde dadurch gestoppt, die Sicherheitslage blieb aber angespannt.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen