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Ein Spaziergang im Wald? Für viele Städter ein Wunschtraum.
Ein Spaziergang im Wald? Für viele Städter ein Wunschtraum.(Foto: picture alliance / dpa)

Überraschendes Umfrageergebnis: Jeder zweite Städter würde aufs Land ziehen

Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Stadt - dabei scheint sich zumindest die Hälfte der Städter ein Leben fern von Hektik und Großstadtlärm zu wünschen.

Jeder zweite Stadtbewohner kann sich ein Leben auf dem Land vorstellen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW). Demnach ist dieser Wunsch bei jüngeren Städtern besonders groß: Für 77 Prozent der unter 30-jährigen Städter ist ein Leben jenseits von Hektik und Großstadtlärm denkbar, heißt es in der Umfrage.

Als Gründe für die Attraktivität eines Lebens auf dem Land nannten die Befragten in erster Linie: "Nähe zur Natur" (91 Prozent), "mehr Ruhe" (87 Prozent) und "bessere Luftqualität" (86 Prozent). Dicht dahinter folgen die Antworten "mehr Wald" (82 Prozent) und "Zusammengehörigkeitsgefühl" (73 Prozent). Befragt wurden für die Erhebung 1002 Bürger ab 18 Jahren im September 2013.

Dass Dörfern gleichwohl immer mehr Einwohner abhanden kommen, führt der AGDW-Präsident Philipp zu Guttenberg auf "fehlende Voraussetzungen" zurück, die verhinderten, dass der Wunsch nach mehr Nähe zur Natur Realität werde. Der ländliche Raum müsse "endlich so gefördert werden, dass er zu einem realen Anziehungspunkt für Städter wird", forderte Guttenberg.

Der ländliche Raum sei "das Rückgrat der urbanen Gesellschaft" - als Erholungsgebiet oder als Ort, an dem Lebensmittel produziert werden und aus dem der Rohstoff Holz stamme, erklärte der AGDW-Präsident. Allein in der Holz- und Forstwirtschaft würden pro Jahr etwa 170 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet und 1,2 Millionen Arbeitsplätze gesichert. Das seien doppelt so viele wie in der deutschen Automobilindustrie.

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Quelle: n-tv.de

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