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Sonntag, 13. August 2017

Dänisches Privat-U-Boot gesunken: Journalistin bleibt verschwunden

Mittlerweile hat die dänische Polizei das gesunkene, private U-Boot vor Kopenhagen gehoben. Nachdem das Wasser abgelassen ist, gehen Techniker an Bord des Bootes. Doch dort finden sie niemanden.

Von der nach dem Untergang eines privaten dänischen U-Boots vermissten schwedischen Journalistin fehlt weiter jede Spur. Die dänische Polizei teilte nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau mit, sie habe bei einer Durchsuchung des Bootes keine Leiche gefunden.

Gegen den Kapitän des Boots war am Samstag Untersuchungshaft wegen eines Tötungsdelikts verhängt worden. Er hat alle Vorwürfe zurückgewiesen. Das 18 Meter lange U-Boot war in der Nacht zum Freitag vor Kopenhagen gesunken.

Am Donnerstagabend war der U-Boot-Fahrer Peter Madsen mit der 30-jährigen Schwedin aufgebrochen. Die preisgekrönte Schwedin wollte eine Reportage über Madsen recherchieren. Der Tüftler sagte aus, die 30-Jährige anschließend auf einer kleinen Insel im Kopenhagener Hafengebiet abgesetzt zu haben. Verwandte der Frau meldeten die Journalistin vermisst, daraufhin startete die dänische Marine eine große Suchaktion.

Das U-Boot wurde am Samstag aus sieben Metern Wassertiefe gehoben. Am Sonntagfrüh wurde zunächst das Wasser abgelassen. Dann gingen Techniker mit Schutzkleidung und Gasmasken an Bord und durchsuchten es.

Augenzeugen hatten in der Nacht zu Freitag das U-Boot-Unglück beobachtet. Sie berichteten im Gespräch mit dänischen Medien, dass der 46-jährige Madsen auf dem U-Boot gestanden haben soll und einem Rettungshubschrauber zuwinkte. Dann soll das Schiff plötzlich sehr schnell gesunken sein. Madsen sprang daraufhin ins Wasser und wurde von einem zivilen Boot aufgenommen und an Land gebracht.

Quelle: n-tv.de

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