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Belgier trotzen Terrorangst: Katzen gegen #BrusselsLockdown

Während die Jagd nach Terroristen das komplette öffentliche Leben in Brüssel lahmlegt, übernehmen in den sozialen Medien Katzen den Einsatz. Eine lustige Aktion, die Humor gegen die Terrorangst stellt.

In Brüssel herrscht Ausnahmezustand. Seit Samstag gilt die höchste Terrorwarnstufe, weil die Regierung Anschläge befürchet. Militär und Polizei patrouillieren in der Stadt, U-Bahnen fahren nicht, Fußballspiele werden abgesagt. Das öffentliche Leben ist nahezu eingestellt. Es gibt Razzien und Festnahmen. Die Sicherheitskräfte bitten die Bürger der Stadt: "Verbreitet bitte keine Details unserer Razzien in den sozialen Medien."  Die Gefahr bestehe, dass sonst die gesuchten mutmaßlichen Terroristen gewarnt werden könnten.

Die Brüsseler verstanden sofort und hielten sich brav an die Aufforderung. Doch statt Langeweile im Netz begannen sie sich auf ihre Weise gegen den Terror zu wehren. Sie fluteten den Hashtag #BrusselsLockdown, unter dem zuvor noch Bilder und Standorte der Sicherheitskräfte gepostet wurden, mit witzigen, süßen und höchst kreativen Kätzchenbildern. Seitdem tummeln sich die putzigen Vierbeiner in allen erdenklichen Posen: mit erhobenen Pfoten, angelegter Maschinenpistole, im Tarnanzug oder mit Gurkenscheiben auf den Augen.

Sie sollen aufheitern und der Stimmung in Brüssel ein bisschen den Schrecken nehmen. Viele der #BrusselsLockdown-Tweets transportieren die Botschaft: Wir lassen uns nicht einschüchtern. Wir halten zusammen.

Hier zeigen wir eine kleine Auswahl:

 

 

 

 

Am späten Sonntagabend gingen die 22 Razzien in Brüssel und Charleroi mit 16 Festnahmen zu Ende. Die belgischen Beamten bedankten sich mittlerweile bei "den Katzen, die uns gestern Abend geholfen haben" und veröffentlichten auf Twitter das Bild eines gefüllten Fressnapfs mit der Aufforderung: "Bedienen Sie sich!".

 

Quelle: n-tv.de

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