Ebola-Arznei wohl vor DurchbruchKommt die Rettung aus China?

Tausende sind bereits gestorben, Zehntausende könnten infiziert werden. Ebola gilt als eine der gefährlichsten Krankheiten der Welt. Die Behandlungsmethoden sind begrenzt. Ein chinesisches Pharma-Unternehmen sieht sich selbst vor dem Durchbruch.
Das chinesische Pharma-Unternehmen Sihuan Pharmaceutical Holdings steht nach eigenen Angaben kurz vor einem Durchbruch bei der Zulassung eines Ebola-Medikamentes. Mit Hilfe der Militärakademie für medizinische Wissenschaften solle das Zulassungsverfahren für das Medikament JK-05 beschleunigt werden, teilte Unternehmens-Chef Che Fengsheng mit. Vergangene Woche sei ein dementsprechendes Abkommen mit der Akademie unterzeichnet worden.
JK-05 wurde von der Militärakademie entwickelt und ist derzeit nur für militärische Notfälle in China zugelassen. Schon Ende des Jahres könne das Medikament bei der chinesischen Aufsichtsbehörde für Arzneien angemeldet werden, sagte Che. Sein Unternehmen hat nach seinen Angaben hervorragende Verbindungen zum Militär. Die Ursprünge der Pharma-Firma liegen in der militärischen Forschung. 2001 hatte eine Gruppe Wissenschaftler aus diesem Bereich die Firma gegründet, die eng mit der Militärakademie für medizinische Wissenschaften zusammenarbeitet.
Bislang gibt es weder einen Impfstoff noch ein Heilmittel gegen das Ebola-Virus, an dem in Westafrika bislang rund 4000 Menschen gestorben sind. Derzeit befindet sich eine ganze Reihe von Ebola-Medikamenten in der Entwicklung. Der britische Pharmariese GlaxoSmithKline ist eines von mehreren Unternehmen, die mit Tests an Menschen begonnen oder diese angekündigt haben. Zu dem Kreis gehören auch die US-Firmen Johnson & Johnson, NewLink Genectics, Inovio Pharmaceuticals und Profectus Biosciences.