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Ebola ist auch an der New York Stock Exchange ein Thema.
Ebola ist auch an der New York Stock Exchange ein Thema.(Foto: imago/UPI Photo)

Ebola-Arznei wohl vor Durchbruch: Kommt die Rettung aus China?

Ebola-Virus

Das in Afrika vorkommende Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es führt in 50 bis 90 Prozent der Fälle zum Tod. Trotz intensiver Forschung gibt es weder eine vorbeugende Impfung noch ein Heilmittel.

Das Virus wird nach Angaben des Berliner Robert Koch-Instituts hauptsächlich durch direkten, engen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen, wahrscheinlich über bluthaltige Körpersekrete. Nach einer Inkubationszeit von zwei Tagen bis drei Wochen führt die Krankheit meist zu Fieber und inneren Blutungen (hämorrhagisches Fieber), die Mehrheit der Patienten stirbt an Lungenversagen und Kreislaufschock.

Das Virus, das zuerst am Ebola-Fluss im Kongo auftauchte, lässt sich im Blut, Urin und Rachensekret nachweisen. Schon der Verdacht auf eine Erkrankung ist in Deutschland meldepflichtig.

Das chinesische Pharma-Unternehmen Sihuan Pharmaceutical Holdings steht nach eigenen Angaben kurz vor einem Durchbruch bei der Zulassung eines Ebola-Medikamentes. Mit Hilfe der Militärakademie für medizinische Wissenschaften solle das Zulassungsverfahren für das Medikament JK-05 beschleunigt werden, teilte Unternehmens-Chef Che Fengsheng mit. Vergangene Woche sei ein dementsprechendes Abkommen mit der Akademie unterzeichnet worden.

JK-05 wurde von der Militärakademie entwickelt und ist derzeit nur für militärische Notfälle in China zugelassen. Schon Ende des Jahres könne das Medikament bei der chinesischen Aufsichtsbehörde für Arzneien angemeldet werden, sagte Che. Sein Unternehmen hat nach seinen Angaben hervorragende Verbindungen zum Militär. Die Ursprünge der  Pharma-Firma liegen in der militärischen Forschung. 2001 hatte eine Gruppe Wissenschaftler aus diesem Bereich die Firma gegründet, die eng mit der Militärakademie für medizinische Wissenschaften zusammenarbeitet.

Bislang gibt es weder einen Impfstoff noch ein Heilmittel gegen das Ebola-Virus, an dem in Westafrika bislang rund 4000 Menschen gestorben sind. Derzeit befindet sich eine ganze Reihe von Ebola-Medikamenten in der Entwicklung. Der britische Pharmariese GlaxoSmithKline ist eines von mehreren Unternehmen, die mit Tests an Menschen begonnen oder diese angekündigt haben. Zu dem Kreis gehören auch die US-Firmen Johnson & Johnson, NewLink Genectics, Inovio Pharmaceuticals und Profectus Biosciences.

Quelle: n-tv.de

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