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Bisher ist nur eine Verbindung mit Germanwings ausgefallen.
Bisher ist nur eine Verbindung mit Germanwings ausgefallen.(Foto: dpa)
Mittwoch, 25. März 2015

Piloten fliegen nicht: Konkurrenz hilft bei Germanwings aus

Einen Tag nach dem Absturz des Airbus A320 in Frankreich fühlen sich viele Angestellte von Germanwings nicht in der Lage zu arbeiten. Sicherheitsbedenken schließt die Pilotenvereinigung als Grund aus. Die Ausfälle kann die Fluggesellschaft überraschend abfedern.

Bei der Fluggesellschaft Germanwings ist zunächst nur ein Flug gestrichen worden, weil Piloten nach dem Absturz eines Germanwings-Airbus mit 150 Menschen an Bord noch nicht wieder fliegen wollen. Das sagte eine Sprecherin des Germanwings-Mutterkonzerns Lufthansa in Frankfurt am Main. Bei der Lufthansa fällt demnach keine Verbindung aus diesem Grund aus.

Ihren Flugbetrieb stemmt Germanwings mit Hilfe der Konkurrenz. Neben der Germanwings-Mutter Lufthansa stellen auch Air Berlin, Tuifly und andere Fluglinien ihre Maschinen zur Verfügung.

Einige Germanwings-Besatzungen seien wegen der Trauer und Betroffenheit nicht einsatzbereit, teilte die Gesellschaft mit. Der Grund dafür sei "der Schockzustand sowohl beim Kabinen- wie beim Cockpitpersonal". Die Mitarbeiter hätten zum Teil gute Freunde aus der verunglückten Crew verloren. Germanwings habe dafür Verständnis. Am Dienstag war es nach der Katastrophe zu Flugausfällen gekommen.

Lufthansa: Hilfe für Hinterbliebene

Der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, wies Spekulationen zurück, es gebe bei den Piloten Sicherheitsbedenken. "Das hat nichts mit der Sicherheit zu tun", sagte Handwerg in der ARD. Es seien Kollegen und Freunde ums Leben gekommen. Dies belaste "emotional so stark", dass es besser sei, nicht in ein Flugzeug zu steigen.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr zeigt sich erschüttert vom Anblick der Unfallstelle. "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer", zitiert ihn die Lufthansa auf Twitter. "Germanwings und Lufthansa werden alles tun, um unkompliziert und schnell zu helfen. Wir werden, sobald es geht, den Angehörigen ermöglichen, auch vor Ort zu trauern."

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Quelle: n-tv.de

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