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Die 1977 entführte "Landshut" steht flugunfähig in Brasilien.
Die 1977 entführte "Landshut" steht flugunfähig in Brasilien.(Foto: dpa)
Donnerstag, 27. Juli 2017

40 Jahre nach der Entführung: "Landshut" soll an den Bodensee kommen

Die vor 40 Jahren entführte Lufthansa-Maschine "Landshut" kehrt nach Deutschland zurück. Das Auswärtige Amt soll das verrottete Flugzeug für rund 20.000 Euro aus Brasilien erworben haben. Einem Medienbericht zufolge kommt es nun nach Friedrichshafen.

Die 1977 von Terroristen entführte und von der Spezialeinheit GSG-9 im somalischen Mogadischu befreite "Landshut" soll laut "Bild"-Zeitung nach Friedrichshafen am Bodensee gebracht werden. Das Auswärtige Amt habe die in Brasilien verschrottete frühere Lufthansa-Maschine für umgerechnet rund 20.000 Euro erworben, heißt es dort. Das Wrack solle nun mit Unterstützung der Lufthansa und der in Friedrichshafen ansässigen Dornier-Stiftung als Ausstellungsstück hergerichtet werden. Die Schirmherrschaft über die Ausstellung werde CDU-Kulturstaatsministerin Monika Grütters übernehmen.

Für Außenminister Sigmar Gabriel ist die Geschichte der Maschine spannend und in Zeiten, in denen ein ganz anderer Terrorismus unser friedliches Zusammenleben bedrohe, auch wieder hochaktuell. Die Landshut sei ein "Mutmacher", ihre Botschaft: "Wir lassen uns nicht unterkriegen."

Am 13. Oktober 1977 hatten vier Palästinenser in Absprache mit der deutschen linksterroristischen Rote Armee Fraktion (RAF) die "Landshut" mit 91 Menschen an Bord gekapert. Die Terroristen bekräftigten Forderungen der RAF, die mit der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer Gesinnungsgenossen freipressen wollte. Der über 9000 Kilometer lange Irrflug endete am 17. Oktober in Mogadischu. Am 18. Oktober 1977 kurz nach Mitternacht stürmte die Anti-Terroreinheit GSG 9 die Maschine und befreite die verbliebenen Geiseln unversehrt. Bei der Aktion wurden drei Terroristen getötet. Während der Entführung erschossen die Terroristen den Piloten Jürgen Schumann.

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Quelle: n-tv.de

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