Panorama

Reise endet in der Karibik: Laura Dekker muss zurück

Die Behörden hatten der 14-jährigen Laura Dekker ihre geplante Weltumseglung verboten - da hob das holländische Mädchen 3500 Euro ab und verschwand. In der Karibik ist sie jetzt wieder aufgetaucht - und muss zurück in die Heimat. Wo sie bleiben wird, ist noch ungewiss.

Laura Dekker fliegt vom Flughafen auf Sint Maarten wieder in ihre Heimat zurück.
Laura Dekker fliegt vom Flughafen auf Sint Maarten wieder in ihre Heimat zurück.(Foto: dpa)

Das ausgerissene holländische "Segelmädchen" Laura Dekker muss so schnell wie möglich aus der Karibik in die Heimat zurückkehren. Darauf haben sich der niederländische Justizminister Ernst Hirsch-Ballin und seine Amtskollegin Magali Jacoba von den Niederländischen Antillen verständigt. Die 14-Jährige war auf der Insel Sint Maarten von Polizisten gefunden worden. Sie war am Donnerstag von zuhause ausgerissen, hatte 3500 Euro von ihrem Konto abgehoben und war dann auf die zum niederländischen Königreich gehörende Karibikinsel geflogen.

Die Kinderschutzbehörde bestätigte nun, dass nun eine "geeignete Betreuung" für die junge Möchtegern-Weltumseglerin gesucht wird. Bislang durfte Laura noch bei ihrem Vater wohnen, obwohl das Erziehungsrecht der Eltern von einem Gericht eingeschränkt worden war. Als Grund für Lauras Flucht vermuten niederländische Medien ihren Frust darüber, dass die Behörden ihr vor sieben Wochen den Start zu einer Solo-Umseglung der Erde als bislang jüngster Mensch verboten hatten.

Dabei wurde nicht ausgeschlossen, dass sie mit dem Gedanken spielte, von Sint Maarten aus mit einem fremden Segelboot zu dem gewagten Rekordversuch aufzubrechen. Lauras eigene Jacht "Guppy", mit der sie im Sommer auf Weltreise gehen wollte, liegt fest vertäut im Heimathafen unweit von Utrecht. Das "Zeilmeisje" (Segelmädchen), wie Laura überall in den Niederlanden genannt wird, war auf Sint Maarten anhand von Fahndungsfotos erkannt worden. Die niederländischen Behörden hatten zuvor eine internationale Suchaktion gestartet.

Quelle: n-tv.de

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