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Nach einem Beschluss des Bezirks wurde das Denkmal 1991 abgerissen.
Nach einem Beschluss des Bezirks wurde das Denkmal 1991 abgerissen.(Foto: imago stock&people)

"Gereinigt und sehr gut erhalten": Lenin-Kopf ist bereit für Denkmal-Schau

Er war einer der markanten Orte Ost-Berlins: der Leninplatz. Doch nach der Wende ist für das gigantische Denkmal des russische Revolutionsführers kein Platz mehr. Es wird geschleift und vergraben - nun zumindest teilweise aber wieder ausgestellt.

Mehr als 1000 Wohnungen gab es in den Häusern rund um den Platz.
Mehr als 1000 Wohnungen gab es in den Häusern rund um den Platz.

Die große Berliner Ausstellung über Denkmäler der Stadt soll voraussichtlich Ende April eröffnet werden. "Wir zeigen etwa 100 originale Denkmäler oder Teile davon. Wie mit ihnen umgegangen wurde, sagt viel über deutsche Geschichte", sagte Museumsleiterin Andrea Theissen. Die künftige Dauer-Schau "Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler" in der Zitadelle Spandau präsentiert auch einen dreieinhalb Tonnen schweren Lenin-Kopf aus Granit.

In einer spektakulären Aktion wurde der Granitschädel im vergangenen September geborgen und zur Zitadelle gebracht. "Lenin ist gereinigt und sehr gut erhalten. In der Ausstellung können ihn die Besucher wie alles andere anfassen", kündigte Theissen an.

Um den Kopf war zuvor lange gerungen worden. Er war Teil eines monumentalen DDR-Denkmals und Mittelpunkt des gleichnamigen Platzes im Berliner Bezirk Friedrichshain. Nach dem Mauerfall wurde das Denkmal abgebaut, in mehr als 100 Teile zerlegt und am südöstlichen Stadtrand der Hauptstadt verbuddelt. Der Platz wurde 1992 in "Platz der Vereinten Nationen" umbenannt.

Das 19 Meter hohe Granit-Denkmal wurde vom sowjetischen Bildhauer Nikolai Tomski entworfen 1970 im Beisein von fast 200.000 Menschen eingeweiht. Der Kopf erlangte nochmals Berühmtheit durch den Film "Good Bye, Lenin!" aus dem Jahr 2003.

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Quelle: n-tv.de

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