Panorama
Madsen im August 2017.
Madsen im August 2017.(Foto: REUTERS)
Dienstag, 03. Oktober 2017

Anhörung zu Tod von Kim Wall: Madsen hatte brutale Videos auf Festplatte

Der Tod der Journalistin Kim Wall gibt weiter Rätsel auf. Peter Madsen wird des Mordes an ihr verdächtigt. Bei einer Anhörung teilt die Staatsanwaltschaft nun mit, dass der Ingenieur Filme von Hinrichtungen auf seiner Festplatte hatte.

Der des Mordes verdächtigte dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen hatte Videos von Hinrichtungen auf einer Festplatte gespeichert. Mit großer Wahrscheinlichkeit seien diese Filme, in denen Frauen gehängt und verbrannt würden, echt, erklärte die Staatsanwaltschaft laut Nachrichtenagentur Ritzau bei einer Anhörung zur Untersuchungshaft des Erfinders.

Madsen wird beschuldigt, die schwedische Journalistin Kim Wall am 10. oder 11. August an Bord seines selbstgebauten U-Bootes getötet zu haben. Er selbst hatte angegeben, der Frau sei ein schweres Luk auf den Kopf gefallen. Ihr Tod sei ein Unglück gewesen. Auf die Festplatte hätten auch andere Menschen zugreifen können, sagte er.

Walls genaue Todesursache ist nach wie vor unbekannt. Bei der Obduktion wurden laut Staatsanwaltschaft Messerstiche im Unterleib und in der Brust der Frau entdeckt. Kopf, Beine und Arme waren demnach abgesägt worden. Madsen bleibt mindestens bis zum 31. Oktober in Untersuchungshaft.

Quelle: n-tv.de

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