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Das Wasser an den Landungsbrücken ist so kalt, dass sich Eisschollen gebildet haben. Die Überlebenschancen des Verschwundenen sind gering.
Das Wasser an den Landungsbrücken ist so kalt, dass sich Eisschollen gebildet haben. Die Überlebenschancen des Verschwundenen sind gering.(Foto: picture alliance / dpa)

Blindenhund bleibt am Anleger zurück: Mann ist nach Sturz in die Elbe verschollen

Spaziergänger sehen eine Mann in der Elbe treiben und werfen ihm einen Rettungsring zu. Doch sie verfehlen den Notleidenden, der seitdem unauffindbar ist. Aufgrund der diesigen Sicht ringt sich die Polizei nun zu einer Entscheidung durch.

Ein vermutlich sehbehinderter Mann aus Schleswig-Holstein ist am Freitagabend an einem Anleger in Hamburg in die Elbe gestürzt. Von ihm fehlte auch am Wochenende jede Spur, wie ein Polizeisprecher sagte. Man müsse davon ausgehen, dass der 53-Jährige tot ist.

Fußgänger hatten den Angaben zufolge am Freitagabend Schreie gehört und den Mann in der Elbe treiben sehen. Sie warfen einen Rettungsring ins Wasser - der Mann bekam ihn jedoch nicht zu fassen. Am Anleger wurde ein Blindenhund gefunden.

Die alarmierten Rettungskräfte suchten in der Elbe und vom Ufer aus vergeblich nach dem 53-Jährigen. Ein Hubschrauber und mehrere Boote waren im Einsatz. Wegen der Dunkelheit und des diesigen Wetters sei die Sicht jedoch schlecht gewesen, erklärte der Sprecher.

Suchaktion wird erfolglos beendet

Nach rund zwei Stunden wurde die Suche im Wasser am Freitagabend zunächst abgebrochen - der Mann hätte den Angaben zufolge nach dieser Zeit im kalten Wasser keine Überlebenschancen mehr gehabt. Der Einsatz an Land dauerte noch bis in die frühen Morgenstunden am Samstag.

Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler von einem Unfall aus. Streifen der Wasserschutzpolizei und Einsatzkräfte an Land seien angewiesen, nach dem Mann Ausschau zu halten, hieß es. Eine erneute Suchaktion sollte aber wegen der geringen Überlebenschancen nicht mehr eingeleitet werden.

Quelle: n-tv.de

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