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Schon 2000 hat Greenpeace gegen Gentechnik in Burgern protestiert. McDonald's legte seither viel Wert auf genfreies Fleisch.
Schon 2000 hat Greenpeace gegen Gentechnik in Burgern protestiert. McDonald's legte seither viel Wert auf genfreies Fleisch.(Foto: picture-alliance / dpa)

Damit der Burger nicht teurer wird: McDonald's erlaubt Genfutter

Wer in Europa Hähnchenfleisch an McDonald's liefert, durfte seinen Tiere bislang nur gentechnisch unverändertes Futter geben. Das wird nun anders. Grund dafür sind die Fleischpreise. Dabei würde ein McChicken, wie Greenpeace vorrechnet, genfrei kaum mehr kosten.

Seit Anfang April erlaubt der Fastfood-Konzern McDonald's seinen Hähnchenfleisch-Lieferanten den Einsatz von gentechnisch verändertem Futtermittel. Ein Sprecher von McDonald's Deutschland bestätigt einen entsprechenden Bericht des "Spiegels". Der Kurswechsel des Konzerns stieß bei der Umweltorganisation Greenpeace auf scharfe Kritik.

McDonald's in Europa hatte bisher von seinen Hähnchenlieferanten verlangt, dass diese nur gentechnisch unverändertes Futter verwenden. Nun aber hätten die internationalen und nationalen Lieferanten von Hähnchenfleisch mitgeteilt, "dass sie mit Beginn des zweiten Quartals dieses Jahres keine ausreichenden Mengen an nicht gentechnisch veränderten Futtermitteln zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen garantieren können", erläuterte der Konzernsprecher.

Wie viel teurer wäre ein Burger?

"Für McDonald's zählt nur der Preis", sagte Stephanie Töwe-Rimkeit von Greenpeace dem "Spiegel" zufolge. Mit jedem Chickenburger bekomme der Kunde in Zukunft ein Menü, das den Einsatz von Gift und Gentechnik in der Landwirtschaft fördere. "Und das, obwohl eine Mehrheit der Verbraucher keine Gentechnik im Essen will." Nach Berechnungen von Greenpeace würde sich ein Chickenburger um weniger als einen Cent verteuern, wenn der Konzern weiterhin auf gentechnisch verändertes Futtermittel verzichten würde.

McDonald's dagegen betonte, durch die neue Praxis würden Qualität und Sicherheit des Essens nicht beeinträchtigt. Auch die Weltgesundheitsorganisation habe erst kürzlich festgestellt, dass gentechnisch verändertes Tierfutter keine Auswirkungen auf die Qualität oder Sicherheit von Fleisch, Milch oder Eiern habe, betonte der Konzernsprecher.

Vor diesem Hintergrund habe McDonald's Europe in 27 europäischen Märkten im zweiten Quartal die Beschränkung für Lieferanten aufgehoben, wonach diese ausschließlich nicht gentechnisch verändertes Hühnerfutter verwenden durften. Bezogen auf McDonald's Deutschland gelte dies für alle Chicken-Produkte.

Quelle: n-tv.de

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