Panorama

Vogelkadaver fallen vom HimmelMediziner vermuten Trauma

04.01.2011, 09:46 Uhr
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Die Vögel regneten regelrecht vom Himmel. (Foto: AP)

Veterinäre haben eine Erklärung für das Massensterben tausender Vögel in der Silvesternacht in Arkansas. Offenbar sind die Vögel an einem Schreck gestorben - ausgelöst durch eine Reihe von Explosionen.

Der plötzliche Tod nach Silvester in einer Kleinstadt im US-Bundesstaats Arkansas ist wahrscheinlich auf die Schreckhaftigkeit der Tiere zurückzuführen. "Wir sind jetzt fast sicher, dass ein Trauma ihren Tod verursacht hat", sagte George Badley, Vertreter des Veterinärmedizinischen Dienstes des Bundesstaates. In der Nacht zu Neujahr waren in der Kleinstadt Beebe insgesamt 5000 Vögel gestorben, Bewohner sprachen von einem regelrechten Regen toter Vögel.

Ein Einwohner habe vor dem Vorfall eine Reihe von Explosionen gehört, die womöglich von einem Feuerwerk oder einer von Bauern eingesetzten Vorrichtung zur Abschreckung von Vögeln gestammt hätten, sagte Badley. Darauf sei eine große Zahl von Vögeln ziellos umhergeflogen. "Er hat ihre Flügelschläge gehört und wie sie gegen Hindernisse flogen."

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Die Vögel litten offenbar nicht an Krankheiten. (Foto: AP)

Bei den meisten darauf gefundenen Vogelkadavern handelte es sich um Rotschulterstärlinge. Sie können laut Badley nachts relativ schlecht sehen und seien vermutlich gegen Bäume und Häuser geflogen, nachdem sie durch Lärm aufgeschreckt worden seien. Untersuchungen hätten jedenfalls gezeigt, dass die getöteten Vögel weder an Krankheiten gelitten hätten noch vergiftet worden seien.

Quelle: AFP