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Fake News sind inzwischen auch ein lukratives Geschäftsmodell.
Fake News sind inzwischen auch ein lukratives Geschäftsmodell.(Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn/dpa)

Nicht Teil der Meinungsfreiheit: Mehrheit will Gesetze gegen Fake News

Sie sind falsch, doch nicht immer leicht zu erkennen: Fake News. In Deutschland wollen die meisten Menschen, dass diese gezielten Falschnachrichten schneller wieder aus dem Netz verschwinden.

Eine breite Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet neue Gesetze gegen gezielte Falschnachrichten, sogenannte Fake News. 80 Prozent sind der Ansicht, dass solche Gesetze notwendig seien, um Facebook und andere Social-Media-Plattformen zum schnelleren Löschen von Falschnachrichten zu zwingen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen hervor, für die das Forsa-Institut mehr als 1000 Onlinenutzer bundesweit befragt hat.

86 Prozent wünschen sich die Möglichkeit, selbst Fake News als solche kennzeichnen zu können. Nur eine Minderheit von 8 Prozent vertritt die Auffassung, dass Falschnachrichten zur Meinungsfreiheit gehören. In Ostdeutschland liegt der Anteil bei 17 Prozent und damit deutlich höher. Dagegen hält eine klare Mehrheit von 61 Prozent gezielte Falschnachrichten sogar für demokratiegefährdend.

Die Ergebnisse der Studie lagen der Deutschen Presse-Agentur bereits vorab vor. 77 Prozent der Jüngeren (14 bis 24 Jahre) gaben demnach an, im Netz schon auf Fake News gestoßen zu sein. Von den 60-Jährigen und Älteren waren es nur 46 Prozent. Insgesamt ist bereits eine Mehrheit der Internetnutzer in Deutschland (59 Prozent) mit Fake News im Netz in Berührung gekommen.

Die Bundesregierung plant derzeit schärfere rechtliche Möglichkeiten, um gegen Lüge und Hass im Netz vorgehen zu können. Über den Entwurf des sogenannten Netzwerkdurchsetzungsgesetzes wird intensiv diskutiert. Kritiker befürchten, dass mit Hilfe des Gesetzes in Deutschland Zensur Einzug halten könnte und Nachrichten zu Unrecht als falsch eingestuft werden könnten.

Quelle: n-tv.de

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