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Eines der wenigen gemeinsamen Fotos - Klaus und Pola Kinski im Jahr 1967 in Rom, samt Rolls-Royce.
Eines der wenigen gemeinsamen Fotos - Klaus und Pola Kinski im Jahr 1967 in Rom, samt Rolls-Royce.(Foto: picture alliance /)

"Er war einfach ein Kinderschänder": Missbrauchte Kinski Tochter?

In den Edgar-Wallace-Filmen hatte er immer ein Geheimnis, in anderen spielt er Psychogramme seiner Charaktere - und im echten Leben soll er über Jahre seine älteste Tochter missbraucht haben: Klaus Kinski. "Er leistete sich ein kleines Sexualobjekt", sagt Pola Kinski über ihren Vater. Er habe sie mit Luxus überhäuft und vergewaltigt, in Berlin, Rom oder Madrid.

Die älteste Tochter des 1991 gestorbenen Schauspielers Klaus Kinski hat schwere Vorwürfe gegen ihren Vater erhoben. Dieser habe sie vom 5. bis zum 19. Lebensjahr sexuell missbraucht, sagte Pola Kinski dem "Stern". Der Filmstar habe sich "über alles hinweggesetzt", auch wenn sie sich gewehrt habe.

Drei Jahre alt war Pola, als sich Klaus Kinski und seine damalige Frau, die Sängerin Gislinde Kühlbeck, scheiden ließen. Danach habe er ihr Bedürfnis nach Liebe ausgenutzt, sie zu sich nach Rom, Berlin oder Madrid geholt – je nachdem, wo er gerade war.

Permanentes Gefühl der Angst

Klaus Kinski, unberechenbar. Nur wenige wollten oder konnten mit ihm arbeiten.
Klaus Kinski, unberechenbar. Nur wenige wollten oder konnten mit ihm arbeiten.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Tochter des deutschen "enfant terrible" berichtet darüber, dass ihr Vater sie als "kleines Sexualobjekt" nutzte, "das er auf Seidenkissen bettete". Manchmal habe er sie mit Luxusgütern überhäuft. An anderen Tagen sei er wie ausgewechselt gewesen, wurde aggressiv, habe sie gegen die Wand geworfen und vergewaltigt.

"Er hat sich einfach genommen, was er wollte." Sie habe ihre ganze Kindheit mit einem permanenten Gefühl von Angst vor den Ausbrüchen ihres Vaters gelebt. Inzwischen ist Pola Kinski 60 Jahre alt.

"Er war einfach ein Kinderschänder", sagte sie dem "Stern". Ihr Vater habe ihr zudem gesagt, das sei ganz natürlich, "überall auf der Welt würden Väter das mit ihren Töchtern machen".

"Vergötterung wird immer schlimmer"

Die Pola Kinski, die ebenfalls eine Zeitlang als Schauspielerin arbeitete, hat ihre zerstörte Kindheit und Jugend in einem Buch verarbeitet, das in Kürze erscheinen soll. Sie habe das Werk mit dem Titel "Kindermund" auch geschrieben, um sich gegen die allgegenwärtige Kinski-Vergötterung zu wenden, sagte sie. "Ich konnte es nicht mehr hören: 'Dein Vater! Toll! Genie! Ich habe ihn immer gern gemocht!' Seit er tot ist, wird diese Vergötterung immer schlimmer".

Sie habe immer gefunden, dass ihr Vater als Schauspieler "genauso ist wie zu Hause". Er habe "andere Menschen nie respektiert". Deshalb habe er "eigentlich alle Menschen missbraucht."

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Quelle: n-tv.de

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