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Der erste Mensch auf dem Mond: Neil Armstrong ist tot

"Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit." Mit diesem Satz geht der Astronaut Neil Armstrong 1969 in die Geschichte ein. Im Alter von 82 stirbt der erste Mann auf dem Mond nach Komplikationen bei einer Herzoperation. Nicht nur US-Präsident Barack Obama ist "tief betrübt".

Armstrong warb sein Leben lang für die Raumfahrt: Eine Station, an der er das tat, nachdem er seine aktive Karriere beendete, war 2009 das National Air and Space Museum in Washington.
Armstrong warb sein Leben lang für die Raumfahrt: Eine Station, an der er das tat, nachdem er seine aktive Karriere beendete, war 2009 das National Air and Space Museum in Washington.

Der Astronaut Neil Armstrong ist tot. Der erste Mann, der den Mond betrat, starb im Alter von 82 Jahren, berichteten die Sender ABC News und NBC News. Todesursache seien Komplikationen nach einer Herzoperation gewesen.

Der US-Astronaut leitete die Mondlandungsmission von "Apollo 11" und steuerte auch die kleine Mondlandefähre "Eagle". Am 21. Juli 1969 betrat Armstrong als erster Mensch die Mondoberfläche und sprach die legendären Worte: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit."

Gut 500 Millionen Neugierige in allen Erdteilen saßen vor ihren Fernsehapparaten und verfolgten, wie der 38 Jahre alte Weltraumpionier nahezu 400.000 Kilometer von der Erde entfernt seinen linken Fuß in die wüstenähnliche Landschaft des Mondes setzte.

Armstrong bekam den Pilotenschein mit 16

Einer der ersten menschlichen Fußabdrücke auf dem Mond.
Einer der ersten menschlichen Fußabdrücke auf dem Mond.(Foto: picture alliance / dpa)

Neil Alden Armstrong wurde am 5. August 1930 in Wapakoneta im US- Bundesstaat Ohio geboren. Seinen ersten Flug erlebte er im damals ungewöhnlich jungen Alter von sechs Jahren. Den Pilotenschein hatte Armstrong mit 16 Jahren eher in der Tasche als die Fahrerlaubnis. Armstrong diente im Korea-Krieg als Kampfflieger und arbeitete später als Testpilot. Erst beim dritten Anlauf wurde er im September 1962 der Öffentlichkeit als künftiger Raumfahrer der US- Weltraumbehörde NASA vorgestellt. Seinen ersten Raumflug absolvierte Armstrong am 12. März 1966 als Kommandant der US-Raumfähre "Gemini 9".

Drei Jahre später ging ein Traum in Erfüllung. Er landete auf dem Mond. Gemeinsam mit Astronaut Edwin Aldrin sammelte er länger als zwei Stunden Mondgestein, machte historische Aufnahmen und hissten die US- Flagge.

Obama ist "tief betrübt"

Die Mondlandung der Raumkapsel "Apollo 11" galt mit 24 Milliarden Dollar als das teuerste und gleichzeitig risikoreichste Unternehmen, das ein Land in Friedenszeiten je gewagt hat. Die USA gewannen damit den Weltall-Wettlauf gegen Moskau. Insgesamt hielten sich Armstrong und seine Kollegen Edwin Aldrin 22 Stunden auf dem Mond auf. Am 24. Juli 1969 kehrte die Raumkapsel zur Erde zurück. Eine Fülle von Ehrungen wartete dort auf die Mondfahrer. Nach dem Ausscheiden aus der NASA lehrte Armstrong von 1971 bis 1979 als Professor für Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität von Cincinnati in Ohio.

Über den Tod Armstrongs äußerte sich auch US-Präsident Barack Obama betrübt. Er würdigte den Astronauten als einen der "größten amerikanischen Helden - nicht nur seiner Zeit, sondern aller Zeiten", erklärte Obama. "Als er und seine Kollegen an Bord von Apollo 11 1969 abhoben, haben sie die Hoffnungen einer ganzen Nation mit sich genommen."

Ein Entdecker wie Christoph Columbus

Die Bundesregierung verglich Armstrong in einer Erklärung mit Christoph Columbus. Der Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Peter Hintze, teilte in einer Pressemitteilung mit: "Die Bundesregierung trauert mit dem ganzen amerikanischen Volk um diesen Raumfahrtpionier, der in der Entdeckergeschichte der Menschheit auf einer Stufe mit Christopher Columbus steht. Seine Worte auf dem Mond werden ewig im Gedächtnis der Menschheit bleiben. Sie zählen zu den wichtigsten Worten des 20. Jahrhunderts."

"Während wir um einen sehr guten Mann trauern, feiern wir auch sein bemerkenswertes Leben und hoffen, dass es als Beispiel für junge Menschen auf der ganzen Welt dient, hart zu arbeiten, um ihre Träume zu verwirklichen", ließ Armstrongs Familie in einer Erklärung mitteilen. "Für diejenigen, die sich fragen, wie sie Neil ehren können, haben wir eine einfache Bitte", schreiben die Angehörigen. "Ehren Sie seinen beispielhaften Dienst, seine Leistung und Bescheidenheit, und wenn Sie das nächste Mal in einer klaren Nacht nach draußen gehen und der Mond zu Ihnen runter lacht, denken Sie an Neil Armstrong und zwinkern Sie ihm zu."

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Quelle: n-tv.de

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