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Luftverschmutzung in den großen Metropolen könnte in 40 Jahren fast vier Millionen Menschen pro Jahr das Leben kosten.
Luftverschmutzung in den großen Metropolen könnte in 40 Jahren fast vier Millionen Menschen pro Jahr das Leben kosten.(Foto: picture alliance / dpa)

Verpestete Luft, verseuchtes Wasser: OECD sagt Massensterben voraus

Im Jahr 2050 könnten Millionen Menschen an Luftverschmutzung in Mega-Städten sterben. Dieses Horrorszenario beschreibt der Umweltausblick der OECD. Die vielbeschworene Energiewende wird demnach global gesehen nichts bringen. Der Energieverbrauch und Schadstoffausstoß wird sich vielmehr fast verdoppeln.

Die OECD schlägt wegen der steigenden Umweltbelastung Alarm: In den Metropolen der Welt drohe etwa wegen des Feinstaubes ein Massensterben. Ohne einschneidende Auflagen würden ab 2050 jährlich rund 3,6 Millionen Menschen - also etwa die Einwohnerzahl Berlins - an den Folgen sterben, schreibt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem Umweltausblick.

Die Energie wird zwar immer effizienter eingesetzt. Weil sich die Wirtschaftsleistung bis 2050 aber vervierfacht, erhöht sich der Bedarf um 80 Prozent.
Die Energie wird zwar immer effizienter eingesetzt. Weil sich die Wirtschaftsleistung bis 2050 aber vervierfacht, erhöht sich der Bedarf um 80 Prozent.(Foto: picture alliance / dpa)

Das wären doppelt so viele Opfer von Feinstaub wie derzeit. Die Luft in Peking wird gefährlich , wo 2050 zwei Drittel der dann neun Milliarden Menschen leben würden, werde somit für den Großteil aller umweltbedingten Todesfälle verantwortlich sein.

Energieverbrauch steigt um 80 Prozent

Eine Energiewende, die auch die Luftqualität verbessern könnte, sei weltweit nicht in Sicht. 2050 werde weiter 85 Prozent der Energie aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas gewonnen, nur zehn Prozent aus erneuerbaren Energien. Zum Vergleich: Deutschland will dann 80 Prozent seines Stroms aus Wind, Wasser oder Sonne gewinnen. 

Da sich die Wirtschaftsleistung der Welt bis 2050 aber vervierfachen werde, steige der Energieverbrauch um 80 Prozent. Dies habe wiederum entsprechende Folgen für den Klimawandel: Der Treibhausgas-Ausstoß nehme um die Hälfte zu, die Welt werde gegen Ende des Jahrhunderts um drei bis sechs Grad wärmer sein.

Wasserverschmutzung durch Industrie und Abfälle wird ebenfalls eines der existenziellen Probleme der Zukunft für Milliarden Menschen sein.
Wasserverschmutzung durch Industrie und Abfälle wird ebenfalls eines der existenziellen Probleme der Zukunft für Milliarden Menschen sein.(Foto: picture alliance / dpa)

Als Ziel haben sich die großen Industrienationen maximal zwei Grad vorgegeben, da die Folgen dann gerade noch beherrschbar seien. Neben der wachsenden Zahl von Dürren, Überflutungen und Stürmen werde dies auch zu einer abnehmenden Zahl von Arten führen: Jede zehnte werde bis 2050 verschwinden. 

Knapper wird auch Trinkwasser: Fast die Hälfte der neun Milliarden Menschen sind der OECD zufolge dann Mega-Städte sind gefährdet . Schon 2008 sei die Zahl der Stadtbewohner, die guten Zugang zur Wasserversorgung hatten, im Vergleich zu 1990 gesunken.   

Wassergebühren und Verschmutzungsrechte

Die OECD, in der vor allem die Industriestaaten zusammengeschlossen sind, hält aber ein Gegensteuern noch für möglich. So plädiert die Organisation für Umweltsteuern und einen weltweiten Handel mit Treibausgas-Verschmutzungsrechten. Diesen Emissionshandel, mit dem der Ausstoß begrenzt werden soll, gibt es bereits in der EU.

Natürliche Ressourcen müssten zudem mit einem Preis belegt werden, dies gelte auch für das Wasser gerade dort, wo es knapp ist. Mit Wassergebühren könnten wiederum Investitionen in die Erschließung von Reserven bezahlt werden. Ferner plädiert die OECD für eine Abschaffung umweltschädlicher Subventionen, wie sie es etwa in der Landwirtschaft gebe.

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Quelle: n-tv.de

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