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Inder gedenken dem verstorbenen Vergewaltigungsopfer.
Inder gedenken dem verstorbenen Vergewaltigungsopfer.(Foto: AP)

Symbol für indische Frauenbewegung: Opfer hieß "Jyoti"

Das Verbrechen, das sie erleiden musste, löst weltweit Bestürzung aus und erzürnt ganz Indien. Nun soll der Name des Opfers einer brutalen Vergewaltigung nicht länger unbekannt bleiben. Ihr Vater will damit die Frauenrechtsbewegung stärken.

Der Vater des indischen Vergewaltigungsopfers will seine Tochter zum Symbol für den Kampf gegen sexuelle Gewalt machen. "Wir wollen, dass die Welt ihren wirklichen Namen kennt", sagte er der britischen Zeitung "Sunday People", obwohl die indischen Gesetze den Medien die Nennung des Namens verbieten. Er laute "Jyoti SIngh Pandey".

Seine Tochter habe nichts Falsches getan. Sie sei gestorben, als sie sich selbst verteidigt habe. "Ich bin stolz auf sie. Die Enthüllung ihres Namens wird anderen Frauen, die solche Angriffe überlebt haben, Mut machen. Meine Tochter wird ihnen Kraft geben." Die Brutalität des Falles sorgte international für Entsetzen und löste in Indien Massenproteste sowie eine Debatte über schärfere Gesetze für Vergewaltiger aus.

Die 23-jährige Physiotherapie-Studentin war Mitte Dezember in einem privaten Kleinbus in der Hauptstadt Neu-Delhi von mehreren Männern vergewaltigt, mit einer Eisenstange misshandelt und aus dem fahrenden Fahrzeug geworfen worden. Zwei Wochen später erlag sie ihren Verletzungen. Fünf der sechs Beschuldigten sind des Mordes und der Gruppenvergewaltigung angeklagt. Sie sollen am Montag wieder vor Gericht erscheinen.

Quelle: n-tv.de

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